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Rehhagel beendet Berliner Erfolglosigkeit

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03.03.2012

1. Bundesliga Rehhagel beendet Berliner Erfolglosigkeit

Erster Hertha-Erfolg nach zwölf Spielen – Rukavytsya erzielt Siegtreffer.

Berlin – Nach zuvor zwölf Spielen ohne Sieg darf Hertha BSC im Kampf gegen den Abstieg erstmals wieder durchatmen. Im zweiten Spiel unter Trainer Otto Rehhagel gelang der erste lang ersehnte Erfolg und das mit 1:0 (0:0) ausgerechnet gegen dessen alte Liebe Werder Bremen. Vor 52.744 Zuschauern im Olympiastadion erzielte Nikita Rukavytsya (62. Minute) den entscheidenden Treffer für die Berliner.

Über 14 Jahre, von 1981 bis 1995, hatte Rehhagel Werder Bremen trainiert, zweimal holte er mit Werder die Deutsche Meisterschaft, einmal den Europapokal der Pokalsieger und zweimal den DFB-Pokal. Seine Bremer Vergangenheit werde am Samstag keine Rolle spielen, hatte er vor dem Spiel gesagt. „Ich werde mich professionell verhalten. Wir werden uns von all diesen Dingen freimachen. Wichtig ist, was unsere Jungs machen.“

Und schon mit seiner Startaufstellung hatte Rehhagel für einige Überraschungen gesorgt: Kapitän Andre Mijatovic saß ebenso auf der Bank wie Herthas bester Torschütze Pierre-Michel Lasogga, Patrick Ebert befand sich nicht einmal im Kader. Im Vergleich zur 0:3-Pleite beim FC Augsburg am vergangenen Wochenende spielte die Mannschaft von Rehhagel dann auch schon in den ersten 45 Minuten zumindest im Defensivspiel ordentlich: Der junge Fanol Perdedaj gewann viele Zweikämpfe im Mittelfeld, in der Abwehr agierte Roman Hubnik umsichtig und souverän. Im Spiel nach vorne allerdings blieb Hertha einmal mehr weitgehend harmlos. Spielmacher Raffael fand nicht ins Spiel, der für Lasogga im Sturmzentrum spielende Adrian Ramos hing völlig in der Luft. Einmal nur (13.) wurde er von Lewan Kobiaschwili per Flanke perfekt in Szene gesetzt. Doch der Kopfball des Kolumbianers war kein Problem für Werder-Torhüter Tim Wiese.

Marin scheitert an Torhüter Kraft

Die Bremer, bei denen Aleksandar Ignjovski für den gesperrten Clemens Fritz auflief, passten sich in der ersten Halbzeit dem uninspirierten Offensivspiel von Hertha BSC an. Zwei große Chancen hatte die Mannschaft von Trainer Thomas Schaaf dennoch: Torjäger Claudio Pizarro verzog nach Zuspiel von Tom Trybull knapp. Und kurz vor dem Halbzeitpfiff scheiterte der quirlige Marko Marin an Torhüter Thomas Kraft.

Nach dem Pausenpfiff nahm die Begegnung an Fahrt auf. Zunächst zielte Marin nach einem Fehler von Kraft knapp am Tor vorbei. Im Gegenzug passte Ramos von der rechten Seite auf Raffael. Der Brasilianer legte überlegt auf Tunay Torun ab, doch der Türke verfehlte ganz knapp. In der Folgezeit war Werder die leicht feldüberlegene Mannschaft. Umso überraschender fiel dann die Berliner Führung in der 62. Minute: Felix Bastian flankte von der linken Seite auf Nikita Rukavytsya, der per Direktabnahme ins lange Eck zum 1:0 traf. Nach dem Gegentor reagierte Werder prompt. Aber Kraft parierte mit einer starken Parade gegen Pizarro (65.). Und auch Hertha hatte noch die Chance auf einen zweiten Treffer, doch Rukavytsya verpasste nach schönem Zuspiel des für Ramos eingewechselten Lasogga.

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