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Regierungspartei erklärt ihren Sieg in Taiwan

© AP, dapd

14.01.2012

Wahlen Regierungspartei erklärt ihren Sieg in Taiwan

Oppositionsführerin Tsai folgt mit rund sechs Punkten Abstand.

Taipeh – Rund 18 Millionen Taiwaner haben am Samstag ihren Präsidenten und das Parlament neu gewählt. Der amtierende Präsident Ma Ying-jeou von der Nationalen Volkspartei (KMT) trat gegen Oppositionsführerin Tsai Ing-wen von der Demokratischen Fortschrittspartei (DPP) und seinen ehemaligen Parteikollegen James Soong an. Nach Auszählung von rund 80 Prozent lag Ma mit rund sechs Punkten vor Tsai, Soong kam weit abgeschlagen auf Platz drei. Die KMT erklärte sich zum Sieger der Präsidentenwahl.

Der KMT-Ehrenvorsitzende sagte, der Sieg sei das Ergebnis einer gemeinsamen Anstrengung, er sei nicht einfach gewesen. Der 61-jährige Ma will die Beziehungen zur Volksrepublik China weiter verbessern. Im Juni schlossen Taipeh und Peking ein Handelsabkommen, mit dem die Zölle für hunderte Güter gesenkt wurden. In den vergangenen dreieinhalb Jahren öffnete Ma das Land zudem für Touristen aus China und erhöhte die Anzahl der Flüge vom Festland. Trotz des weiter andauernden Konflikts gelten die Beziehungen zwischen China und Taiwan derzeit als besser als jemals zuvor.

Er habe wegen dessen Bemühungen um eine Aussöhnung mit China für Ma gestimmt, sagte Bank-Manager Frank Chang am Samstag in Taipeh. “China ist eine wichtige Wirtschaftsmacht mit der weltweit größten Nachfrage nach Gütern”, sagte Chang. “Als kleine Insel kann sich Taiwan nicht vom Festland isolieren und trotzdem seine Wirtschaft am Leben erhalten.”

Oppositionskandidatin Tsai hoffte hingegen, von der Verärgerung der Taiwaner über das wachsende soziale Gefälle im Land profitieren zu können. Sie sieht die wirtschaftliche Öffnung gegenüber China kritisch. Zuletzt hatte die 55-Jährige dem Präsidenten vorgeworfen, im Austausch für wirtschaftliche Vorteile die faktische Unabhängigkeit Taiwans zu untergraben.

Die Büroangestellte Chen Yen-fen sagte, sie habe Tsai gewählt, weil sie den Eindruck einer fähigen Politikerin mache. “Ein Regierungswechsel könnte helfen, etwas gegen die sich öffnende Schere zwischen Arm und Reich zu tun und viele andere Probleme zu lösen”, sagte Chen.

Bei der Parlamentswahl dürfte die KMT zwar Verlust erleiden, ihre Mehrheit jedoch verteidigen.

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