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04.12.2015

Soziologe Regierung Venezuelas unfähig auf Wirtschaftskrise zu antworten

Die Wechselkurspolitik führte schließlich zu den jetzigen massiven Problemen.

Berlin – Vor der Parlamentswahl in Venezuela kritisiert der Soziologe Edgardo Lander den Umgang der sozialistischen Regierung mit der Krise. Dem »Öl-Sozialismus« sei der Boden unter den Füßen weggezogen worden, als die Ölpreise drastisch zurückgingen. Die Wechselkurspolitik führte schließlich zu den jetzigen massiven Problemen.

„Eine Wirtschaft, die derart unstrukturiert ausgerichtet ist, in der es kaum Planungssicherheit gibt, keine Signale für Kosten und Preise, in der der Alltag der meisten Menschen daran ausgerichtet ist, damit umzugehen, kann einfach nicht funktionieren“, so Lander im Interview mit der in Berlin erscheinenden Tageszeitung „neues deutschland“ (Freitagausgabe). Schlimmer noch: „Die Regierung ist unfähig, auf die Wirtschaftskrise zu antworten“, so Lander.

Für den in Caracas tätigen Lander war der von Hugo Chávez proklamierte „Sozialismus des 21. Jahrhunderts“ der Anfang vom Ende von Venezuela. „Damit begann ein Prozess der Schließung. Er wurde leninistischer, einheitlicher, alles organisierter.“

Die ersten Jahre des Chavismus seien mit der Wiedergewinnung der Würde jener Menschen, die gesellschaftlich unten stehen, und mit einem hohen Grad an Aktivismus einhergegangen. „Diese Erfahrung lebt und bleibt“, meint Lander. Die entscheidende Frage sei nun, ob der aktuelle Niedergang diese Erfahrungen erhalte oder in Frustration ende.

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