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20.04.2010

Regierung hält nach Ansicht der SPD brisante Studie über Gesundheitsfolgen durch Fluglärm zurück

Köln – Eine brisante Studie über negative Gesundheitsfolgen durch nächtlichem Fluglärm wird nach Ansicht des stellvertretenden Vorsitzenden der SPD-Bundestagsfraktion, Ulrich Kelber, von der Bundesregierung zurückgehalten. Zum einen passe die Veröffentlichung der brisanten Daten „schlecht zu einer tagesaktuellen Debatte um die Lockerung des Nachtflugverbotes“ nach Abklingen der Vulkanasche-Wolke, sagte Kelber dem „Kölner Stadt-Anzeiger“. Zum anderen plane die schwarz-gelbe Bundesregierung mittelfristig eine Lockerung des Nachtflugverbotes an allen deutschen Flughäfen, weshalb das Bekanntwerden der Studienergebnisse ebenfalls als unerwünscht betrachtet werde.

In der Studie, deren Ergebnisse der Zeitung vorliegen, wurden die Krankheitsdaten von mehr als einer Million Anwohner im Einzugsbereich des Flughafen Köln-Bonn mit den nächtlichen Lärmbelastungen durch den Flugbetrieb in Beziehung gesetzt. Dabei wurden stark erhöhte Fallzahlen von Herzschwäche, Koronarerkrankungen, Schlaganfällen, Depressionen und Brustkrebs festgestellt. Weiterhin heißt es, dass die Erkrankungsrate in einzelnen Bevölkerungsgruppen mit hoher Nachtfluglärmbelastung um mehr als 100 Prozent über dem nicht belasteter Anwohner liegt. Die Vorstellung der Ergebnisse am Dienstagvormittag war kurzfristig „aus Termingründen“ abgesagt worden.

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