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Regierung lässt sich von Wikipedia-Gründer beraten

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12.03.2012

England Regierung lässt sich von Wikipedia-Gründer beraten

Jimmy Wales soll Transparenz und Bürgerbeteiligung fördern.

Berlin/London – Die britische Regierung um Premierminister David Cameron holt sich prominente Verstärkung aus der Internetszene. Sie lässt sich fortan vom Mitgründer der Internet-Enzyklopädie Wikipedia, Jimmy Wales, beraten. Ein Sprecher der Regierung in London sagte dazu am Montag der Nachrichtenagentur dapd, Wales werde als unentgeltlicher Berater fungieren. Seine Aufgabe sei es, „den Gesetzgebungsprozess für die Bürger zu öffnen“. Er solle Transparenz und Bürgerbeteiligung fördern.

Wales, der die Wikipedia 2001 mit ins Leben rief, hatte sich zuletzt in den USA politisch betätigt. Er kämpfte im Winter gegen die Pläne, mit den Anti-Pirateriegesetzten Sopa und Pipa die Inhalte des Netzes umfassend zu kontrollieren und dabei auch Netzbetreiber zu starken Sanktionen zu zwingen, die bereits bei kleinen Verstößen greifen sollten. Aus Protest wurde die Wikipedia einen Tag lang abgeschaltet.

Regierungen holen sich immer wieder Größen der IT-Branche in ihre Beraterkreise. Das wohl herausragendste Beispiel dafür ist Eric Schmidt. Ihn holte US-Präsident Barack Obama bereits in seinen Beraterkreis, als Schmidt noch den Internet-Riesen Google leitete. Heute steht Schmidt dem Verwaltungsrat von Google vor und berät weiterhin die Regierung in Washington. Schmidt ist dafür Teil von Obamas Expertenkreis aus Wissenschaft und Technologie.

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