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Joachim Gauck

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22.02.2013

Rede des Bundespräsidenten Gauck fordert „gemeinsame Identität“ Europas

Bundespräsident zeigte Verständnis für Kritik an der Europäischen Union.

Berlin – Bundespräsident Joachim Gauck hat in seiner mit Spannung erwarteten Grundsatzrede über die Perspektiven der Europapolitik eine gemeinsame europäische Identität gefordert. „Wenn wir in der großen, weiten Welt sind, empfinden wir uns als Europäer. Wenn wir in Europa sind, empfinden wir uns als Deutsche. Und wenn wir in Deutschland sind, empfinden wir uns als Sachse oder Hamburger“, sagte das Staatsoberhaupt am Freitag vor 200 geladenen Gästen im Schloss Bellevue.

Gauck zeigte Verständnis für Kritik an der Europäischen Union. Angesichts der „Zeichen von Ungeduld, Erschöpfung und Frustration unter den Bürgern“ gebe es Klärungsbedarf, so der Bundespräsident. Das europäische Projekt stehe für Gauck aber nicht in Frage: „Wir reisen von der Memel bis zum Atlantik und von Finnland bis nach Sizilien, ohne an irgendeiner Grenze den Reisepass zu zücken. Wir zahlen in großen Teilen Europas mit einer gemeinsamen Währung und kaufen Schuhe aus Spanien und Autos aus Tschechien ohne Zollaufschläge.“

Die „Europa-Rede“ des Bundespräsidenten bildet den Auftakt zu einer Reihe von Veranstaltungen, bei denen Gauck gesellschaftliche und politische Themen ansprechen will. Das sogenannte „Bellevue Forum“ soll dabei die traditionelle „Berliner Rede“ ablösen, die 1997 vom damaligen Bundespräsidenten Herzog begründet wurde.

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