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23.10.2009

Rechtsextremer Europaabgeordneter in BBC-Sendung sorgt für Aufregung

London – Mit der Einladung des Parteichefs der rechtsextremen British National Party (BNP), Nick Griffin, hat der britische Sender BBC für große Empörung gesorgt. Bis zu 1000 Menschen protestierten gestern vor dem Londoner Studio gegen den Auftritt des Politikers. Bei Zusammenstößen mit der Polizei wurden mehrere Menschen verletzt. Unzählige Aktivisten und Politiker hatten zuvor die Ausladung des BNP-Chefs aus der Sendung „Question Time“ verlangt. Einige Demonstranten stürmten sogar das BBC-Gebäude, um den Auftritt zu unterbinden. Die Polizisten konnten die Proteste nur schwer in den Griff bekommen. Die Sendung konnte letztendlich mit Verspätung beginnen. Die BNP hatte bei den Europawahlen im Juni zwei Sitze im Straßburger Parlament gewonnen, somit ist Griffin Europaabgeordneter. „Wenn man die rassistischen Parteien genauso wie andere behandelt, dann gewinnen sie an Boden. Wir haben das in Nazi-Deutschland gesehen“, warnte Kabinettsminister Peter Hain. BBC-Intendant Mark Thompson verteidigte jedoch die Einladung und verwies auf das „zentrale Prinzip der Unabhängigkeit“.

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