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05.02.2016

Rechte Hooligangruppen Kölner Polizei in erhöhter Alarmbereitschaft

„Mit diesen Aktionsformen negieren sie das staatliche Gewaltmonopol.“

Berlin – Rechte Hooligangruppen haben sich deutschlandweit, vor allem aber in Nordrhein-Westfalen zu selbst ernannten „Bürgerwehren“ zusammengeschlossen. In Köln wurden deshalb zur Weiberfastnacht die Polizeieinheiten auf 2500 Beamte aufgestockt.

„Menschen, die glauben, sie müssten das Recht in die eigenen Hände nehmen“, so beschreibt Norbert Wagner, Leiter der Kriminalitätsdirektion der Kölner Polizei, diese Gruppierungen gegenüber der in Berlin erscheinenden Tageszeitung „neues deutschland“ (Wochenendausgabe). Diese hätten sich in Folge der Silvesternacht in Köln gegründet, als vor allem aus Nordafrika stammende Männer Hunderte Frauen sexuell bedrängt hatten.

Mitte Januar war bereits die Veranstaltung „Kölschfest Jung un Jeck“ aus Angst vor Hooligans abgesagt worden. Jetzt haben bereits 70 polizeibekannte Hools zum Karneval Betretungsverbote für die Innenstädte von Köln und Bonn bekommen.

Auch außerhalb von Nordrhein-Westfalen kämpfen Hooligans mittlerweile offen einen politischen Feldzug aus. Bundesweit wurden in den vergangenen Wochen etliche gewalttätige Übergriffe registriert.

„Mit diesen Aktionsformen negieren sie das staatliche Gewaltmonopol und setzen auf rassistische Selbstjustiz“, sagt Robert Claus, Fußballfan-Forscher aus Berlin, der die rechtsextreme Schlägerszene seit Jahren beobachtet.

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