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Reals Heimfluch gegen Barcelona hält an

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19.01.2012

Spanien Reals Heimfluch gegen Barcelona hält an

Barca schafft den Ausgleich in der ewigen Statistik.

Madrid – Er war mal wieder richtig angefressen – wie eigentlich immer, wenn der FC Barcelona zu Gast im Estadio Bernabeu war. Doch Real Madrids Trainer Jose Mourinho weiß genau, wie er die Last der bitteren 1:2 (1:0)-Niederlage im 217. “Clasico” gegen den FC Barcelona von den Schultern seiner Spieler nimmt. “Die Schuld liegt bei mir. Ich bin für das Team verantwortlich”, sagte der Portugiese nach dem Hinspiel im Pokal-Viertelfinale. “Ein Sieg verteilt sich auf viele Schultern, aber Niederlagen gehören mir alleine, das akzeptiere ich.”

Ein neues Gefühl war es wahrlich nicht für den 48-Jährigen: Zum fünften Mal versuchte Mourinho als Real-Trainer ein Heimspiel gegen die Katalanen zu gewinnen – zum fünften Mal scheiterte er. Der Trainer, der einst den unglaublichen Rekord von mehr als neun Jahren ohne Heimniederlage aufstellte, kassierte bereits seine dritte Pleite im eigenen Stadion gegen Barca, zudem eine ganz besondere für die Statistik: Denn erstmals seit Jahrzehnten ist die Gesamtbilanz in Pflichtspielen zwischen den Rivalen nun wieder ausgeglichen: Bei 45 Remis haben beide Klubs jetzt 86 Siege auf dem Konto. Und wie zuletzt immer war der Erfolg des Champions-League-Siegers verdient.

Madrid war am Mittwochabend zwar durch ihren Superstar Cristiano Ronaldo, der durch einen Traumpass des Franzosen Karim Benzema in Szene gesetzt wurde, in Führung gegangen (11. Minute). Doch die feldüberlegenen Katalanen drehten die Begegnung nach dem Wechsel. Bereits in der 49. Minute köpfte Barca-Kapitän Carles Puyol nach einem Eckball ungehindert den Ausgleich – eine der wenigen Szenen, die Mourinho konkret kritisierte: “Wenn man ein Team wie Barcelona besiegen will, darf man ein solches Tor nicht kassieren.”

Anschließend war es wie so häufig im “Clasico”, wenn die technisch beste Mannschaft der Welt den Rekordmeister phasenweise dominiert: Real versuchte mit teils brutalen Aktionen nahe der Körperverletzung das Kurzpassspiel der Gäste zu unterbinden. In der 77. Minute gelang dies wieder einmal nicht, als Weltfußballer Lionel Messi mit einem fantastischen Pass die Real-Verteidigung überspielte und Verteidiger Eric Abidal, der seinen Vertrag gerade erst um ein Jahr verlängert hatte, den 2:1-Endstand herstellte. Unglaublich: Geburtstagskind Pep Guardiola (wurde am Mittwoch 41) verließ damit das Bernabeu zum fünften Mal als Sieger, zweimal gab es ein Remis, verloren hat er als Barca-Trainer bei Real noch nie.

Deutschlands Nationalspieler Mesut Özil war zum Zeitpunkt des zweiten Gegentores gerade zehn Minuten auf dem Feld und konnte der Partie keine Wende mehr zufügen. Sami Khedira fehlt den “Königlichen” zurzeit wegen einer Bänderdehnung im Fußgelenk. Zum Einsatz bei Real kam dagegen der ehemalige Bundesliga-Profi Hamit Altintop, dem Mourinho eine “sehr gute Leistung” attestierte.

Bereits am kommenden Mittwoch hat Real in Barcelona die Möglichkeit, den 1:2-Rückstand nach dem Hinspiel in einen Sieg zu drehen. “Es ist offen, aber es wird schwierig für uns”, gab Mourinho zu und ergänzte direkt, dass die Copa del Rey – immerhin der einzige Real-Titel der vorigen Saison – nicht so wichtig sei. “Der Pokal kommt bei uns erst an dritter Stelle. Die Liga ist erste Priorität.” Immerhin dort haben sie die Nase vorn und nach 18 Spielen fünf Zähler Vorsprung auf Barcelona – trotz einer 1:3-Heimniederlage im direkten Duell.

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