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Jörg Meuthen

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11.09.2017

Rassistische E-Mail AfD-Chef Meuthen nimmt Weidel in Schutz

„Natürlich sind das Kampagnen gegen uns.“

Berlin – AfD-Chef Jörg Meuthen hat die Spitzenkandidatin seiner Partei für die Bundestagswahl, Alice Weidel, nach Bekanntwerden einer angeblich von ihr geschriebenen rassistischen E-Mail in Schutz genommen.

„Frau Weidel versichert sehr glaubhaft, dass sie diese Mails nicht geschrieben hat. Hier geht es also um eine E-Mail, die Frau Weidel gar nicht geschrieben hat und die vier Jahre alt ist“, sagte Meuthen in der „Bild“-Sendung „Die richtigen Fragen“ (Montag).

„Natürlich sind das Kampagnen gegen uns. Das sind die üblichen Spielchen vor Wahlen. Wir lassen uns von so was gar nicht irritieren. Das ist lächerlich.“ Meuthen sprach von dem „durchschaubaren Versuch“, der AfD zu schaden.

Führende Politiker anderer Parteien forderten dagegen den Rückzug der AfD-Spitzenkandidatin. „Wenn sich diese Vorwürfe gegen Frau Weidel bestätigen, ist sie nicht mehr tragbar“, sagte die Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern, Manuela Schwesig (SPD), in der „Bild“-Sendung. „Die AfD provoziert, schürt Hass und Hetze und gibt damit einen Trend vor, den wir dann auch auf der Straße erleben. Sie hat rassistische Züge – deshalb ist sie gefährlich für Deutschland.“

Ähnlich äußerte sich Verkehrsstaatssekretärin Dorothee Bär (CSU): „Weidel ist überhaupt nicht tragbar. Gauland und Weidel offenbaren immer mehr ihr Gedankengut – nicht mehr nur im stillen Kämmerlein“, sagte Bär der „Bild“.

FDP-Vize Wolfgang Kubicki forderte in der Sendung strafrechtliche Konsequenzen: „Ich halte die Sprache im Rahmen der Meinungsfreiheit nicht hinnehmbar. Ich finde es notwendig, dass der Rechtsstaat hier reagiert – auch dass gegen Frau Weidel Ermittlungsverfahren geführt werden müssen. Mit solchen Personen wird der deutsche Rechtsstaat fertig.“

Gleichzeitig sagte Kubicki, er rechne nicht damit, dass diese Diskussionen der AfD Stimmen kosten würden: „Der AfD wird das im Wahlkampf nicht schaden“, sagte Kubicki.

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