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Wohnhäuser

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08.07.2012

Mietpreissteigerungen Ramsauer fordert mehr sozialen Wohnungsbau

„Die gute Nachricht ist, dass sich das Investitionsklima verbessert hat.“

Berlin – Bundesbauminister Peter Ramsauer (CSU) sieht akuten Handlungsbedarf gegen die rapiden Mietpreissteigerungen in deutschen Großstädten. „Wir brauchen mehr sozialen Wohnungsbau“, sagte Ramsauer der in Berlin erscheinenden „Welt am Sonntag“. „Vor allem in den Ballungszentren und den Metropolen München, Hamburg, Berlin oder dem Rhein-Main-Gebiet gibt es eine Knappheit an Wohnungen.“ Dies treibe die Immobilienpreise und die Mieten in die Höhe.

In der Hauptstadt legten die Mieten laut einer Auswertung des Immobilienportals „Immonet“ seit 2005 um 35 Prozent bei Neuvermietung zu, Hamburg um 28 Prozent. Göttingen war mit 64 Prozent Spitzenreiter. Einer Studie des Pestel-Instituts in Hannover zufolge werden in Deutschland bis 2017 rund 400.000 Wohnungen fehlen. Schon jetzt gebe es eine Lücke von 100.000 Wohneinheiten. Besonders in den Großstädten sei die Situation zunehmend prekär.

„Die gute Nachricht ist, dass sich das Investitionsklima eindeutig verbessert hat“, sagte Ramsauer. „Weil die Renditen über viele Jahre gering waren, wurde lange zu wenig investiert. Höhere Mieten schaffen einen Anreiz zum Mietwohnungsbau, und mehr Wohnungen am Markt haben dann wiederum einen dämpfenden Effekt auf die Mieten.“

Deutsche mehrheitlich für staatliche Gegenmaßnahmen

Angesichts der steigenden Mieten in vielen deutschen Großstädten erwarten sechs von zehn Bundesbürgern (59 Prozent) staatliche Gegenmaßnahmen. Das ist das Ergebnis einer Umfrage von Infratest dimap im Auftrag der „Welt am Sonntag“. Vier von Zehn (37 Prozent) lehnen es ab, dass der Staat eingreift, um die Mieten zu begrenzen.

Besonders stark ausgeprägt ist die Forderung nach staatlicher Intervention bei Geringverdienern; mit steigendem Bildungsgrad nimmt das Bedürfnis nach staatlicher Regulierung der Mieten ab: 68 Prozent der Bürger mit Hauptschulabschluss sind für den staatlichen Eingriff, 29 Prozent dagegen. 45 Prozent der Bürger mit Abitur sind für die staatliche Regulierung, 50 Prozent dagegen.

Auch Ostdeutsche plädieren verstärkt für einen Staatseingriff (72 Prozent gegenüber 55 Prozent der Westdeutschen). Während die Anhänger nahezu aller großen Parteien mehrheitlich staatliche Maßnahmen erwarten (CDU/CSU 51 Prozent, SPD 63, Linke 88, Piraten 58) lehnen Bürger mit grüner Parteienpräferenz einen Staatseingriff überwiegend ab (53 Prozent).

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