newsburger.de Nachrichten aus aller Welt

Ramsauer Börsenpläne sind eine Hauptursache für Bahnchaos

Berlin – Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) sieht die Ursachen für die Bahnmängel in den Sparzwängen des Konzerns wegen des vor Jahren geplanten Börsengangs. „Der heutige Bahnvorstand um Rüdiger Grube löffelt die Suppe aus, die von der alten Unternehmensführung vor Jahren eingebrockt worden ist“, sagte Ramsauer in einem „Focus“-Interview.

Zuerst gaben die früheren Bundesregierungen den Weg zum Börsengang vor. „Für dieses politische Ziel haben der frühere Bahnchef Hartmut Mehdorn und sein Aufsichtsratsvorsitzender Werner Müller die Bilanz der Braut fürs Börsenparkett geschmückt“, so Ramsauer. „Ein Sparzwang war die Folge, um betriebswirtschaftliche Zahlen zu erzeugen, die den Börsengang ermöglichen sollten. Die eingebrockte Suppe muss nun ausgelöffelt werden.“ Womöglich ist laut Ramsauer gleichzeitig auch zuviel Wartungspersonal abgebaut worden. „Dazu gibt es jedenfalls genügend Hinweise aus dem Konzern“, sagte Ramsauer.

Doch Bahnchef Grube habe das erkannt und verstärke das Personal in den Wartungsbereichen. Auch die Wartungskapazitäten bei den ICE-Werken müssten erhöht werden, um hier die Probleme zu lösen. Ramsauer kündigte an, er wolle in der Bahnpolitik neue Weichen stellen: „Der Börsengang ist derzeit kein Thema.“ An erster Stelle müssten bessere Qualität, Sicherheit, Sauberkeit, Pünktlichkeit und Zuverlässigkeit der Züge stehen. Er habe mit Grube und dem Aufsichtsratsvorsitzenden Utz-Hellmuth Felcht „ernste und intensive Gespräche geführt und konstruktive Antworten bekommen.“ Der Minister betonte; „Das neue Trio Grube, Felcht und Ramsauer will mit der Deutschen Bahn einen qualitätsorientierten Kurs fahren.“

Die neue Bahnführung tue alles, um die Qualitätsprobleme schnell in den Griff zu bekommen. „Denn ich erwarte, dass die Züge bei minus 40 Grad genauso pünktlich fahren wie bei plus 40 Grad.“ Allerdings könne die Bahn nur mit dem Material und der Technik fahren, die sie von der Bahnindustrie geliefert bekommt. Hier gebe es offensichtlich Mängel. Deswegen habe er bereits Vertreter des Eisenbahnbundesamts, der Bahn, der Hersteller und Zulieferer an einem runden Tisch versammelt. „Gemeinsam wird an einer Qualitätsstrategie gearbeitet, die technische Pannen im Winter wie im Sommer minimieren soll“, versicherte der CSU-Minister. Das gehe bei Hochtechnologien wie dem ICE jedoch nicht im Hauruckverfahren, solche Verbesserungen brauchten Zeit.

17.07.2010 © dts Nachrichtenagentur / newsburger.de

Weitere Meldungen

Umfrage Jeder dritte Arzt für Impfpflicht

Die Impfzentren arbeiten an manchen Tagen nur noch im Leerlauf und die Länder wollen ungenutzten Dosen an den Bund zurückgeben: Die Impfkampagne in Deutschland stockt - viele andere EU-Länder haben uns längst überholt. Sollte die Bundesregierung zu drastischeren ...

SPD Bas plädiert für Strategiewechsel der Impfkampagne

Bärbel Bas, die gesundheitspolitische Sprecherin der SPD, plädiert für einen Strategiewechsel in der Impfkampagne. Im ARD-Mittagsmagazin sagte sie am Dienstag: "Es braucht eine andere Kampagne, es braucht aufsuchende Angebote". In ihrer Stadt, in Duisburg, fahre ...

Trendbarometer Union sinkt auf 23% – SPD steigt auf 19%

Scholz Corona-Tests „ab Herbst“ kostenpflichtig

Coronavirus Schäuble drängt Stiko zu Impfempfehlung für Kinder ab 12 Jahren

Ernst Impfen um Schulen offen zu lassen

Schäuble Corona-Einschränkungen bald nur noch für Nichtgeimpfte

Bauwirtschaft Tarifverhandlungen werden vertagt

Kanzlerpräferenz Laschet verliert 6 Prozentpunkte

Trendbarometer CDU/CSU fällt auf 26 Prozent – Grüne wieder über 20 Prozent

Zentralrat Nur Abgrenzung von AfD ermöglicht jüdisches Leben

Amazon Prime Video Exklusive Dokumentation über Robert Lewandowski

SPD-Rechtsexperte Einschränkungen für Nicht-Geimpfte höchst bedenklich

SPD-Pflegebeauftragte Einrichtungen auf Katastrophenschutz überprüfen

Eko Fresh „Ich kenne die Türkei auch nur aus dem Urlaub“

SPD-Sportpolitikerin Olympische Spiele nicht verantwortbar und nicht fair

CDU Brok fordert Wohncontainer für Flutopfer

Grüne Hofreiter attackiert Union wegen Klimaschutz-Streit

Steigende Inzidenzen Lauterbach wirft Bundesregierung Untätigkeit vor

Kühnert Ampel-Koalition möglich

« Vorheriger ArtikelNächster Artikel »