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ECOWAS verhängt Sanktionen gegen Mali

© AP, dapd

02.04.2012

Putsch ECOWAS verhängt Sanktionen gegen Mali

Grenzen werden nach Ultimatum geschlossen.

Bamako – Nach Ablauf eines Ultimatums zur Machtübergabe an eine zivile Regierung haben die Mitgliedsstaaten der Westafrikanischen Wirtschaftsgemeinschaft ECOWAS als Reaktion auf den Putsch in Mali sofortige finanzielle Sanktionen gegen das Land angekündigt. Grund sei das Versäumnis der Offiziere, wieder eine verfassungsmäßige Ordnung im Land herzustellen, teilte die ECOWAS am Montag nach einer Krisensitzung im Senegal mit.

Die Sanktionen beinhalten zum einen die Schließung der Grenzen aufseiten der malischen Nachbarstaaten. Zum anderen wird das malische Konto bei der regionalen Zentralbank eingefroren. Beide Maßnahmen dürften die Wirtschaft des bettelarmen Landes hart treffen. Angesichts der geschlossenen Grenzen dürften Mali sehr wahrscheinlich der Treibstoff ausgehen, den es aus der Elfenbeinküste importiert.

Der Führer der Putschisten, Hauptmann Amadou Haya Sanogo, hatte es abgelehnt, einen Zeitplan für Wahlen zu nennen. Sanogo übernahm am 21. März nach einem Aufstand in seiner Kaserne die Macht in Mali. Auslöser für die Meuterei war die schlechte Versorgung der Soldaten, die im Norden des Landes gegen eine Rebellion der Tuareg kämpfen. Die Soldaten wurden offenbar unzureichend ausgerüstet in den Kampf geschickt. Nach Angaben der Putschisten wurden viele Soldaten von den Kämpfern der Tuareg getötet, nachdem ihnen die Munition ausgegangen war.

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