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02.12.2009

Prozess gegen John Demjanjuk wegen Krankheit vorerst ausgesetzt

München – Der Prozess gegen den mutmaßlichen früheren KZ-Aufseher John Demjanjuk ist heute vorerst ausgesetzt worden. Grund für die Verzögerung sei eine Erkrankung des Angeklagten, teilte Richter Ralph Alt mit. Demjanjuk klage demnach über Anzeichen einer Infektion sowie leichtes Fieber. Der 89-Jährige leidet zudem an Altersleukämie, die Ärzte schätzten seine verbleibende Lebenserwartung bereits vor Beginn der Verhandlung auf weniger als ein Jahr. Der Angeklagte galt im Vorfeld des Prozesses als eingeschränkt verhandlungsfähig. Die beiden vorherigen Prozesstage hatte Demjanjuk unter Schmerzmitteln in einem Rollstuhl beziehungsweise auf einer Trage verfolgt.

Der Prozess soll am 21. Dezember fortgesetzt werden. Die Nebenkläger, die heute als Zeugen gehört werden sollten, erhalten einen Ersatztermin. Demjanjuk wird vorgeworfen, im Jahr 1943 als Wachmann im Vernichtungslager Sobibór am Mord an mindestens 27900 Juden beteiligt gewesen zu sein. Der Angeklagte selbst bestreitet die Vorwürfe, er habe sich bis zum Herbst 1944 als Kriegsgefangener in der Ukraine befunden. Bei seiner gestrigen Vernehmung hatte Demjanjuk die Aussage verweigert. Im Falle einer Verurteilung droht dem 89-Jährigen eine lebenslange Haftstrafe.

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© dts Nachrichtenagentur / newsburger.de

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