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Proteste gegen Stellenabbau beim Pharmakonzern Takeda

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24.01.2012

Unternehmen Proteste gegen Stellenabbau beim Pharmakonzern Takeda

Rund 2.000 Menschen demonstrieren in Konstanz.

Konstanz – Rund 2.000 Menschen haben am Dienstag in Konstanz gegen den geplanten Stellenabbau beim Pharmakonzern Takeda protestiert. Mit Trillerpfeifen, Transparenten und Fahnen zogen sie am Nachmittag durch die Innenstadt und versammelten sich anschließend zu einer Kundgebung. Die Gewerkschaft Bergbau, Chemie und Energie (IG BCE) und der Betriebsrat hatten zu dem Protest aufgerufen.

“Takeda braucht Konstanz – Menschen über Profite” war auf dem größten Banner zu lesen, mit dem der Protestzug angeführt wurde. “Wir wollen zeigen, dass wir die ökonomische Radikalität nicht hinnehmen”, sagte der Betriebsratsvorsitzende Rolf Benz. Die Politik habe offensichtlich das Primat über die Wirtschaft verloren. Die Wirtschaft sollte wieder den Menschen dienen, nicht die Menschen den Fabrikbesitzern, forderte Benz.

Baden-Württembergs Justizminister Rainer Stickelberger (SPD) versprach, die Landesregierung werde die Entscheidung “zum Kahlschlag” nicht hinnehmen. “Ihre Pfiffe werden gehört”, sagte der Minister auf der Kundgebung und kritisierte zugleich das Verhalten der Takeda-Konzernzentrale im japanischen Osaka. Es sei enttäuschend, dass das Unternehmen es nicht für nötig gehalten habe, auf Schreiben der Landesregierung zu reagieren.

Der Konstanzer Oberbürgermeister Horst Frank (Grüne) verwies auf die wegfallenden Steuereinnahmen als mittelfristige Auswirkung des Stellenabbaus in Konstanz. Doch an erster Stelle stünden die Betroffenen und ihre Familien. Es gehe nun vor allem darum, sich mit den entlassenen Mitarbeitern solidarisch zu zeigen, sagte Frank. Ein verbesserter Sozialplan sowie Perspektiven seien die Dinge, die die Menschen nun am meisten bräuchten, sagte Landrat Frank Hämmerle (CDU).

Der japanische Pharmakonzern hatte in der vergangenen Woche verkündet, in Konstanz 700 Stellen zu streichen. Deutschlandweit sollen bei Takeda 1.200 Arbeitsplätze wegfallen.

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