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22.03.2015

Prognose zu niedrig Bundesländer rechnen mit bis zu 500.000 Asylbewerbern

„Derzeit laufen wir der Lage hinterher.“

Berlin – Die Zahl der Asylanträge in Deutschland wird in diesem Jahr wahrscheinlich deutlich höher liegen als bisher angenommen. Davon gehen nach Recherchen der „Welt am Sonntag“ mehrere Bundesländer aus. Nordrhein-Westfalen, Hessen, Schleswig-Holstein und Brandenburg haben sich demnach auf Arbeitsebene beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) für eine Anhebung der Prognose von bislang 300.000 Asylbewerbern ausgesprochen.

Brandenburgs Innenminister Karl-Heinz Schröter (SPD) erklärte: „Aufgrund unserer Erfahrung wird die Zahl in diesem Jahr wohl angesichts der weltweiten Krisen deutlicher steigen.“ Die Länder benötigten vom BAMF eine „realistische Einschätzung“ zur Planung. „Bereits heute haben wir alle Hände voll zu tun, um ausreichend Plätze für die Unterbringung der Flüchtlinge zu schaffen“, sagte Schröter. „Derzeit laufen wir der Lage hinterher.“

Schleswig-Holstein bekräftigte seine Kritik an der Prognose. Das Bundesland rechne 2015 bundesweit mit mehr als einer halben Million Asylanträgen. Er erwarte vom Bund eine Prognose, an der sich Länder und Kommunen orientieren können, um eine vernünftige Unterbringung und Versorgung der Flüchtlinge zu garantieren.

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