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28.02.2010

Private Kassen wollen über Qualität verhandeln

Berlin – Die privaten Krankenversicherungen (PKV) wollen ebenso wie die gesetzlichen Kassen direkt mit Ärzten und der Pharmaindustrie verhandeln. Der Vorsitzende des Verbandes der PKV, Reinhold Schulte, sagte dem Nachrichtenmagazin „Focus“: „Wir brauchen vom Gesetzgeber dringend das Mandat, sowohl mit Ärzteverbänden als auch mit der Pharma-Industrie direkt verhandeln zu dürfen, wie das bei gesetzlichen Kassen üblich ist.“ Vereinbarungen über exakte Qualitätsmaßstäbe wirkten sich am Ende günstig auf die Kosten aus. Schulte kündigte zudem an, dass die Privaten ihre Kunden intensiver bei der Auswahl von Medizinern beraten wollen.

„Wenn uns ein Versicherter anruft und einen guten Arzt sucht, nennen wir ihm mehrere Adressen. Das werden wir noch verstärken und dafür werben. Wir wollen aber niemandem vorschreiben, welchen Arzt er aufsuchen soll.“ Der Versicherte behalte die freie Auswahl. Zum Problem der steigenden Kosten und Beiträge in der PKV sagte Schulte, die Versicherer hätten „ganz deutlich das Gefühl, dass viele Ärzte über uns ausgleichen, was sie bei den gesetzlichen Kassen nicht mehr bekommen. Das ist ein nicht hinnehmbarer Zustand, den wir ohne Änderungen durch den Gesetzgeber nicht in den Griff bekommen.“ Gleichzeitig machte Schulte den Privat-Kunden wenig Hoffnung auf sinkende Beiträge: „Fest steht aber auch: die Deutschen werden immer älter. Diese längere Lebenserwartung kostet eben Geld.“

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© dts Nachrichtenagentur / newsburger.de

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