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Praktiker verhandelt offenbar mit Banken über Millionenkredit

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24.01.2012

Unternehmen Praktiker verhandelt offenbar mit Banken über Millionenkredit

Geld soll für das Frühjahrsgeschäft genutzt werden.

Kirkel/Hamburg – Die angeschlagene Baumarktkette Praktiker braucht offenbar einen Millionenkredit. Bei den Verhandlungen mit Banken gerate das Unternehmen aber zunehmend unter Zeitdruck, berichtete die “Financial Times Deutschland” unter Berufung auf Verhandlungskreise. Ein Praktiker-Sprecher sagte am Dienstag auf dapd-Anfrage, es gebe “keinen Kommentar zu Spekulationen”.

Der Konzern benötigt dem Bericht zufolge einen mittleren zweistelligen Millionenbetrag, um die Lager für das Frühjahrsgeschäft auffüllen zu können. “Das darf nicht mehr viele Wochen dauern, das muss jetzt recht schnell gehen”, zitierte das Blatt einen Insider.

Die Verhandlungsteilnehmer zeigten sich dem Bericht zufolge aber zuversichtlich, in den kommenden Wochen eine Einigung erzielen zu können. Praktiker verfüge über “ausreichend freie Sicherheiten”, hieß es. Derzeit werde planmäßig Ware bestellt.

Dem Unternehmenssprecher zufolge sind die Umsätze im ersten Quartal immer geringer als in den anderen drei Quartalen. “Das ist ein ganz normaler Vorgang”, sagte der Sprecher. Er betonte, das Unternehmen habe kein Liquiditätsproblem.

Die Baumarktkette steckt schon seit längerem in einer Krise. Im November hatte Vorstandschef Thomas Fox ein 300 Millionen Euro umfassendes Restrukturierungsprogramm angekündigt. Der Konzernsprecher sagte, “die Verhandlungen sind im Gange”. Zum Zwischenstand der Gespräche mit potenziellen Geldgebern wollte er sich nicht äußern.

Mit der Umstrukturierung des Konzerns sollen rund 1.400 Vollzeitstellen wegfallen und etwa 30 der 438 Filialen weltweit geschlossen werden. Zudem soll die Konzernzentrale vom saarländischen Kirkel nach Hamburg verlegt werden.

Der Umsatz des Konzerns sank im vergangenen Jahr eigenen Angaben zufolge um 7,7 Prozent auf 3,2 Milliarden Euro. Die Erlöse der deutschen Praktiker-Märkte blieben mit 1,5 Milliarden Euro um 10,3 Prozent hinter 2010 zurück. Die Max-Bahr-Märkte des Konzerns steigerten dagegen den Umsatz um 1,4 Prozent auf 695 Millionen Euro.

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