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Post wartet mit Angebot bis Ende des Jahres

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06.03.2012

De-Mail Post wartet mit Angebot bis Ende des Jahres

Keine Verknüpfung mit bestehendem E-Postbrief – Zusammenarbeit mit Datev angekündigt.

Hannover – Die Deutsche Post will ihren Kunden bis Ende des Jahres das Versenden elektronischer Briefe nach dem De-Mail-Standard ermöglichen, aber ihren E-Postbrief dafür nicht zugänglich machen. Das sagte Ralph Wiegand, Leiter des Bereichs E-Postbrief, am Dienstag auf der Messe Cebit in Hannover. Das De-Mail-Angebot richte sich nach den Anforderungen der öffentlichen Verwaltungen.

Für das Gros der möglichen Kunden sei der E-Postbrief besser geeignet, weil dieser einen Wechsel zwischen dem elektronischen und dem klassischen Versand in Papierform zulasse, sagte Wiegand. „Der E-Postbrief deckt die Bedürfnisse der Privat- und Geschäftskunden in Deutschland ab.“

Die gesetzlichen Vorschriften für De-Mail, wie sie die Konkurrenz von der Deutschen Telekom anbietet, seien aber so eng formuliert, dass eine Zertifizierung des deutlich umfangreicheren E-Postbriefs nicht sinnvoll sei, sagte Wiegand. Ohnehin habe ein Bundesbürger im Schnitt nur 1,6 Kontakte mit einer Behörde im Jahr, wofür das De-Mail-Gesetz gemacht sei. Nach diesem Gesetz ist dieser Weg der einzige für Behörden, wenn sie rechtsverbindliche Mitteilungen elektronisch übermitteln wollen. Für den Austausch in der übrigen Geschäftswelt ist aber auch der E-Postbrief rechtsverbindlich.

Die Deutsche Post kündigte eine Zusammenarbeit mit Datev an, einem IT-Dienstleister für Steuerberater, Wirtschaftsprüfer und Rechtsanwälte. Diese sollen im nächsten Jahr die Möglichkeit bekommen, mit einer integrierten Form des E-Postbriefs in vielen Fällen auf Mitteilungen in Papierform zu verzichten.

Die Post verspricht einen sicheren elektronischen Versand des elektronischen Briefs. Wenn der Empfänger keine E-Post empfangen kann, dann bekommt er die Nachricht auf Papier zugestellt. In diesem Fall spricht die Post von einer sogenannten hybriden Sendung. Im Gegensatz dazu sieht die De-Mail bloß eine Art von verschlüsselter E-Mail vor. Am Vormittag waren bereits die ersten drei Anbieter der De-Mail zugelassen worden, darunter die Deutsche Telekom, der große Konkurrent der Deutschen Post auf diesem Gebiet.

Den E-Postbrief gibt es seit 2010, er spielt auf dem Briefmarkt bisher aber kaum eine Rolle. Für Privatleute kostet ein E-Postbrief 55 Cent – also genauso viel wie ein klassischer Brief. Dabei ist es egal, ob die Mitteilung komplett elektronisch versandt oder auf dem Weg in einen klassischen Brief in Papierform umgewandelt wird.

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