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500-Euro-Geldscheine

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27.07.2017

Positionspapier Wirtschaft kritisiert Mitteleinsatz in der Energieforschung

„Wir brauchen einen ganzheitlichen Ansatz der Energieforschungspolitik.“

Berlin – Die deutsche Wirtschaft kritisiert die Mittelverwendung in der staatlichen Energieforschung.

„Wir brauchen einen ganzheitlichen Ansatz der Energieforschungspolitik, der den gesamten Innovationsprozess berücksichtigt“, heißt es im noch unveröffentlichten Positionspapier des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI), über das das „Handelsblatt“ berichtet. „Die Forschungsförderung muss näher an die Marktvorbereitung und den Markthochlauf von Produkten und Verfahren heranrücken. Bislang klafft hier eine eklatante Lücke“, sagte Carsten Rolle vom BDI, einer der Autoren des Papiers, der Zeitung.

Der letzte Schritt der Forschungs- und Entwicklungsarbeit führe daher mitunter in eine Sackgasse, sagte er. Es bestehe die Gefahr, dass die Ergebnisse von Grundlagenforschung und anwendungsorientierter Forschung ins Leere liefen. Die Energieforschung müsse den gesamten Innovationsprozess berücksichtigen.

Bund und Länder lassen sich die Energieforschung einiges kosten. Allein im Rahmen des laufenden 6. Energieforschungsprogramms hat der Bund von 2011 bis 2016 rund 4,7 Milliarden Euro ausgegeben. Die Ausgaben haben sich in dieser Zeit von Jahr zu Jahr gesteigert. 2016 waren es 875 Millionen Euro.

Hinzu kommen einzelne Projekte des Bundes, die nicht Bestandteil des 6. Energieforschungsprogramms sind, etwa die Kopernikus-Projekte des Bundesforschungsministeriums und die Sinteg-Projekte des Wirtschaftsressorts. Unabhängig davon haben zuletzt auch die Länder jährlich dreistellige Millionenbeträge für die Energieforschung ausgegeben.

Kritisch sieht der BDI eine starke Fokussierung der Energieforschung auf spezifisch deutsche Themen: „Die Energieforschung sollte sich auf die Bereiche fokussieren, in denen die Märkte und Potenziale weltweit am größten sind. Es kann nicht nur darum gehen, die deutsche Energiewende voranzubringen“, sagte Rolle. Entscheidend müsse vielmehr sein, wo der größte Hebel für die Weltmärkte liege.

Außerdem wird in dem Bericht kritisiert, die Förderlandschaft sei „kleinteilig und fragmentiert“, nur wenige Programme wiesen einen systemischen Ansatz auf. „Verschiedene Förderbereiche vom Labor bis in den Markt müssen zukünftig besser und enger miteinander verzahnt und ressort- und themenübergreifend koordiniert werden“, heißt es in dem Papier weiter.

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