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18.10.2011

Porsche will erstmals Fördermittel für Werkserweiterung beantragen

Stuttgart – Der Autobauer Porsche will für seine Standorterweiterung in Leipzig erstmals staatliche Hilfe beanspruchen. „Wir werden für die Werkserweiterung Fördermittel beantragen“, sagte Porsche-Vorstandschef Matthias Müller am Rande der Grundsteinlegung der in Halle erscheinenden „Mitteldeutschen Zeitung“. Über die Höhe der möglichen Staatshilfen aus Sachsen machte Müller keine Angaben. Nach MZ-Informationen könnte Porsche mehr als acht Prozent der Investitionssumme gefördert bekommen. „Wir sind ein betriebswirtschaftliches Unternehmen, das auf seine Kosten achtet“, sagte Müller zur Begründung.

Damit ändert der Sportwagenbauer seine bisherige Strategie. Weder bei der Ansiedlung 2002 in Leipzig noch bei bisherigen Fabrikerweiterungen wurden staatliche Mittel in Anspruch genommen. Der frühere Porsche-Chef Wendelin Wiedeking sagte 2001: „Eine prosperierende Branche wie die Automobilindustrie sollte auf den ungenierten Griff in die Steuertöpfe verzichten. Luxus und Stütze passen nicht zusammen.“ Müller sagte dazu: „Dies waren Herrn Wiedekings Entscheidungen, die zur damaligen Zeit vielleicht auch ihre Berechtigung hatten.“

Porsche-Betriebsratschef Uwe Hück, der auch im Aufsichtsrat sitzt, zeigte sich erstaunt: „Ich weiß nichts von dieser Entscheidung. Ich bin nicht dafür, dass Porsche Fördermittel einsteckt. Wenn wir staatliche Gelder annehmen, sollten wir diese an soziale Projekte spenden.“

Für 500 Millionen Euro wird das bestehende Werk in Leipzig ausgebaut, 1.000 neue Arbeitsplätze entstehen. Von Ende 2013 an soll in Leipzig der Geländewagen Cajun produziert werden.

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