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Flüchtlinge an einer Aufnahmestelle

© über dts Nachrichtenagentur

09.11.2015

Polizeigewerkschaft Zehn Prozent der Flüchtlinge werden straffällig

„Das zeigen die Fallzahlen aus den Ländern.“

Berlin – Der Bund Deutscher Kriminalbeamter (BDK) sieht mit dem Flüchtlingszustrom auch die Kriminalität wachsen: „Rund zehn Prozent der Flüchtlinge werden straffällig. Das zeigen die Fallzahlen aus den Ländern“, sagte der BDK-Bundesvorsitzende André Schulz der Zeitung „Die Welt“.

Der Gewerkschafter erklärte: „Es kommen eine Menge junge Männer aus Perspektivlosigkeit hierher und bleiben perspektivlos. Das sind Risikofaktoren für Straffälligkeit.“ Nach seiner Auffassung würde es allerdings „Deutschen unter solchen Umständen genauso ergehen“.

Schulz äußerte sich auch zur Herkunft mutmaßlicher Straftäter. Obgleich er Pauschalisierungen ablehne, so der BDK-Chef, zeigten zahlreiche Festnahmen wegen Eigentumsdelikten im Umfeld einer Unterkunft in Braunschweig, dass es sich typischerweise nicht um Kriegsflüchtlinge handele: „Es sind keine Syrer, keine Afghanen, keine Iraker. Sondern junge Männer aus dem Balkan, dem Kaukasus, Nord-, West- und Zentralafrika. Es sind in der Regel Personen, die schon in ihren Heimatländern als Straftäter aufgefallen sind.“

Als besonderes Problem erweisen sich laut Schulz Banden aus Georgien, hier könne man von Organisierter Kriminalität sprechen. Dazu gebe es auch ein entsprechendes Lagebild des Bundeskriminalamts (BKA): „Es werden junge Männer in Georgien rekrutiert, um hier gezielt Einbrüche und Ladendiebstähle zu begehen. Dann kommen sie her, lassen sich registrieren und stellen einen Asylantrag in der Gewissheit, dass sie so erst mal ein Jahr ganz legal hier leben können. Sie bekommen ein Taschengeld, eine Unterkunft, aber darum geht es ihnen nicht. Sie sind hier, um Straftaten zu begehen. Wir sprechen von mehr als 1.000 Personen, bei denen wir das klar feststellen konnten.“

Es sei extrem schwierig, die Strukturen der Organisierten Kriminalität zu erkennen und dann zu bekämpfen, so Schulz. „Manches Netzwerk wird zerschlagen, wächst dann aber wieder nach. Wir gehen allein bei den georgischen Banden von einem volkswirtschaftlichen Schaden von über 100 Millionen Euro aus – pro Jahr“, betonte der BDK-Chef.

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