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Maria Bögerl

© Polizei Baden-Württemberg

09.09.2012

Mordfall Maria Bögerl Polizei vernachlässigt 2 Jahre lang wichtige Spur

Anonymer Brief.

Heidenheim – Im Mordfall Maria Bögerl soll die Polizei eine wichtige Spur mehr als zwei Jahre lang vernachlässigt haben. Bereits am 18. Mai 2010, sechs Tage nach der Entführung der Bankiersgattin aus ihrem Haus in Heidenheim, erreichte die Soko „Flagge“ laut einem Bericht des Nachrichtenmagazins „Der Spiegel“ ein anonymer Brief. Der Absender teilte darin offenbar mit, dass Maria Bögerl bereits tot sei. Damals galt die Frau noch als vermisst, ihre Leiche wurde erst Wochen später entdeckt.

Weiter hieß es in dem Brief angeblich, die Täter seien einer bestimmten Volksgruppe zuzuordnen. Sie seien in Panik geraten. Der Absender nannte sogar zwei Namen und die Summe von 100.000 Euro, die noch bezahlt werden müsste. Das Beweisstück bekam die Asservatennummer 322, und die Soko ging den Hinweisen nach. Vor der Öffentlichkeit wurde die Spur jedoch geheim gehalten.

Als der „Spiegel“ Anfang August von dem anonymen Schreiben erfuhr, versicherte die Soko „Flagge“, alle Behauptungen des Absenders seien damals ausermittelt worden, es habe sich nichts ergeben. Doch als der Fall Bögerl am vergangenen Mittwoch in der ZDF-Fahndungsreihe „Aktenzeichen XY“ erneut nachgezeichnet wurde, richtete die Soko – über zwei Jahre nach dem Eingang des Briefes – einen dringenden Aufruf an den Verfasser des Schreibens. Man gehe davon aus, dass „er die Täter kennt“, sagte der Soko-Leiter. Warum der Aufruf trotzdem erst jetzt erfolgte und welche Details der Brief enthält, wollte die Polizei nicht sagen.

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