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10.12.2011

Extremismus Polizei ermittelt Herkunft der Mordwaffe der Zwickauer Zelle

Karlsruhe – Die Terror-Ermittler des Bundeskriminalamts sind im Fall der Mordwaffe der Zwickauer Terrorzelle einem Medienbericht zufolge ein Stück vorangekommen.

Wie die „Süddeutsche Zeitung“ meldet, sei die zwischen 2000 und 2006 bei Morden an acht türkischen und einem griechischen Kleinunternehmer verwendete Ceska, Modell 83, in den neunziger Jahren in der Schweiz von einem Waffenliebhaber gekauft worden. Die Familie des Mannes, der inzwischen verstorben sei, unterhalte familiäre Beziehungen nach Ostdeutschland. Die Witwe stamme aus Thüringen und habe dort Verwandte. Die Ermittler prüften jetzt, ob die Waffe zur Hinterlassenschaft des Toten gehört habe und an wen sie weitergegeben worden sei.

Der in Deutschland inhaftierte Holger G., der im Verdacht steht, 2001 oder 2002 als Kurier des früheren NPD-Funktionärs Ralf W. der Terrorzelle eine Waffe verschafft zu haben, soll laut der Zeitung in den nächsten Tagen alle 19 Waffen der Terrorbande gezeigt bekommen. Die Fahnder erhofften sich davon eine Identifizierung der Waffe, die er den Terroristen ins Versteck gebracht haben soll. Bislang hatte er erklärt, er wisse nicht, um welche Waffe es sich gehandelt habe.

Die Ermittlungseinheit „Trio“ will nach Angaben der SZ mögliche internationale Verbindungen der Terrorzelle stärker untersuchen. Nach Angaben der Zeitung wollen die Ermittler dabei eng mit der europäischen Anti-Terroreinheit „Police Working Group on Terrorism“ zusammenarbeiten. Die europäische Anti-Terroreinheit sei vorsorglich von den deutschen Kollegen darüber informiert worden, dass in der nächsten Zeit größere Anfragen anstünden.

Die deutschen Ermittler hielten auch verstärkt nach internationalen Verbindungen der Terroristen Ausschau. Derzeit konzentriere sich der Fokus vor allem auf die Schweiz, aber auch mögliche Verbindungen nach Norwegen und Südafrika würden geprüft.

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© dts Nachrichtenagentur / newsburger.de

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