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Flagge der Ukraine

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09.02.2015

Politologe Waffenlieferungen an Kiew gefährlich

„Die richtige Frage ist, mit welchen Mitteln man etwas ausrichten kann.“

Berlin – Nach Einschätzung des Direktors der Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP), Volker Perthes, sind Waffenlieferungen an die Ukraine ein gefährliches und untaugliches Mittel zur Lösung des Konflikts.

„Die Drohung mit Waffenlieferungen aus den USA kann Wirkung haben, insoweit sie Putin zeigt, dass Washington es ernst meint und es besser wäre, sich auf eine diplomatische Lösung einzulassen“, sagte Perthes der „Saarbrücker Zeitung“ (Montag).

„Aber Waffen wirklich zu liefern, das würde nur zu einer Eskalation des Konflikts führen. Im Zweifel liefert Putin Waffen an die Separatisten dann schneller und in größerem Umfang“, erläuterte der Politik-Experte.

Zugleich warnte Perthes davor, die Bedeutung der Diplomatie in dem Konflikt zu unterschätzen. „Die richtige Frage ist, mit welchen Mitteln man etwas ausrichten kann. Und da ist Diplomatie im Vergleich zu den Alternativen immer noch recht wirksam“, so der Politologe. Dazu gehörten auch Sanktionen, die immer etwas länger Zeit brauchten, um zu wirken.

„Ganz offensichtlich gibt es doch jetzt eine Bereitschaft von Herrn Putin, sich auf weitere diplomatische Schritte einzulassen. Sonst hätte er sich ja nicht grundsätzlich bereit erklärt, sich an diesem Mittwoch wieder mit Merkel und Hollande zu treffen.“

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