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Politikwissenschaftler kritisiert Vertriebenen-Chefin Steinbach

Berlin – Der Politikwissenschaftler Gerd Langguth hat die Chefin des Bundes der Vertriebenen, Erika Steinbach, massiv kritisiert. „Frau Steinbach ist eine Konservative, aber gewiss nicht die letzte. Ihre Sicht zeichnet sich durch eine bemerkenswerte Selbstüberhöhung aus. Damit will sie natürlich ihre Stellung in der CDU stärken und die Partei in Mithaftung nehmen für die Politik des Vertriebenenverbands“, sagte Langguth der „Frankfurter Rundschau“.

Aus Sicht des ehemaligen CDU-Bundestagsabgeordneten könnten viele CDU-Abgeordnete, die sich selbst als konservativ bezeichneten, nicht definieren, was konservativ überhaupt sei. Dies spiegele sich auch in diffusen Vorstellungen der Wähler wider. Die sogenannte Stammklientel der Union zähle mittlerweile nur noch „höchstens zehn Prozent der Wähler“, erläuterte Langguth. Deshalb halte er den Modernisierungskurs, auf den Angela Merkel die Partei gebracht habe, für überlebenswichtig für die Union. Nur so könne sie Wechselwähler gewinnen, sagte Langguth.

14.09.2010 © dts Nachrichtenagentur / newsburger.de

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