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Politengagement in Öffentlichkeit nicht wegen Norwegen-Attentat einstellen

© Deutscher Bundestag / Thomas Imo / photothek

24.07.2011

SPD Politengagement in Öffentlichkeit nicht wegen Norwegen-Attentat einstellen

Berlin – Der SPD-Vorsitzende Sigmar Gabriel hat die Politiker aufgefordert, sich nach dem Attentat von Norwegen aus Sicherheitsgründen nicht stärker von der Öffentlichkeit abzukapseln.

Gabriel schreibt in einem Beitrag in „Bild am Sonntag“: „Die Angst vor Attentaten und Terror darf nicht dazu führen, dass wir politisches Engagement in der Öffentlichkeit einstellen, unsere Politiker nur noch hinter dickem Panzerglas zu sehen bekommen oder keine politischen Jugendzeltlager mehr durchführen. Die Angst darf nicht unseren Alltag bestimmen, uns vom gemeinsamen Gang ins Fußballstadion oder zum Konzert abhalten. Und sie darf auch nicht einen übermächtigen Sicherheitsstaat produzieren. Die Mörder und Terroristen wollen uns Angst machen. Sie wollen, dass wir uns zurück ziehen. Und genau das dürfen wir nicht zulassen. Sonst hätten sie gewonnen.“

Der Parteichef wollte am Dienstag mit dem österreichischen Bundeskanzler Werner Faymann am Attersee in Österreich ein Sommercamp der sozialdemokratischen Jugendbewegung in Europa eröffnen und das 50-jährige Jubiläum feiern. „Nun wird das eine Trauerfeier für die getöteten norwegischen Freunde. Aber wir wollen die dort versammelten 1000 jungen Menschen bitten, sich nicht einschüchtern zu lassen, sondern sich weiterhin für Freiheit, Demokratie und soziale Gerechtigkeit zu engagieren“, so Gabriel.

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