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Pokerstars kämpfen um bestes Blatt

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16.04.2012

Berlin Pokerstars kämpfen um bestes Blatt

European Poker Tour in Hauptstadt gestartet – Rückkehr zum Tatort des „Pokerraubs“.

Berlin – Das Berliner Luxushotel Grand Hyatt ist erneut Schauplatz eines der größten Pokerturniere Deutschlands: Die European Poker Tour (EPT) gastiert wieder an dem Ort, an dem vor zwei Jahren ein spektakulärer Raub stattfand. Unter strengen Sicherheitsvorkehrungen streben noch bis Samstag (21. April) bis zu 1.300 Teilnehmer aus 45 Nationen nach dem „Royal Flush“, dem höchsten Blatt im Pokern – und dem Gesamtpreispool von insgesamt rund 6,5 Millionen Euro.

Die meisten Spiele werden im großen Ballsaal des Hotels veranstaltet, wo an den ersten beiden Starttagen jeweils 450 Teilnehmer Platz finden. Sicherheitspersonal und Metalldetektoren am Eingang der Spielbank, in der die gesamte Turnier-Abwicklung, beginnend mit der Spielerregistrierung stattfindet, sichern den Zugang zu den Veranstaltungsräumen. „Der gesamte Zahlungsfluss wurde in die Spielbank Berlin gegenüber des Hotels gelegt“, erklärte Sprecherin Tanja Holthaus das Sicherheitskonzept auf dapd-Nachfrage.

Veranstalter ziehen Konsequenz aus Pokerraub

Die Veranstalter zogen somit ihre Lehren aus den Vorjahren. 2010, als das deutsche EPT-Turnier erstmals in der Hauptstadt statt in Dortmund stattfand, drangen am 6. März vier bewaffnete Täter in die im Hotel gelegenen Spielräume ein und erbeuteten die Startgelder in Höhe von 242.000 Euro. Während die Beute großteils verschwunden blieb, wurden die Verantwortlichen gefasst und vor Gericht gestellt. Der 32-jährige Tippgeber des sogenannten „Pokerraubs“ wurde im vergangenen Dezember vom Landgericht Berlin zu einer Haftstrafe von sieben Jahren und drei Monaten verurteilt. 2011 fand das Turnier dann ausschließlich in der gut gesicherten Spielbank statt, allerdings kam es dadurch zu Platzproblemen. „Letztes Jahr war es leider an einigen Stellen recht eng an den Tischen“, sagte Steffen Sumpf, Direktor der Spielbank Berlin. Die Nachfrage habe die Teilnehmerzahl von 773 Spielern deutlich überschritten.

Trotz des denkbar schlechten Starts ist das Turnier in Berlin eine feste Größe geworden. Zur zwölften Station der aktuellen EPT haben sich zahlreiche nationale und internationale Spieler angekündigt: Profispielerin Sandra Naujoks, Ex-Tennisprofi Boris Becker und die niederländische Ex-Hockeyspielerin Fatima Moreira de Melo. Im Fokus der Öffentlichkeit steht in diesem Jahr besonders Poker-Weltmeister Pius Heinz, der unweit des Brandenburger Tores von seinem ersten Sieg auf heimischen Boden träumt, wie er im dapd-Interview erzählte. „Aber das wird nicht einfach werden“, sagte Heinz und fügte hinzu: „Ich setze mich selber jedenfalls nicht unter Druck“. Im Finale am Samstag wird sich zeigen, wer beim „Showdown“ die besten Karten hat – und sich als Turniersieger in die Gewinnerlisten einträgt.

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