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Bahnhof

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31.05.2016

Pofalla Bahn baut Videoüberwachung massiv aus

„Wir bauen eine Art Kriminalitätsradar für die Bahn auf.“

Düsseldorf – Die Deutsche Bahn AG will die Videoüberwachung an deutschen Bahnhöfen massiv ausbauen und mit neuer Technik ein „Kriminalitätsradar“ aufbauen.

„Wir haben zusammen mit dem Bund das Programm für den Ausbau von Videotechnik an großen Bahnhöfen um 25 auf 85 Millionen Euro aufgestockt. Noch in diesem Jahr geht neue Videotechnik im Kölner Hauptbahnhof in Betrieb, für Essen und Düsseldorf beginnen die Planungen“, sagte Bahn-Vorstand Ronald Pofalla im Interview mit der „Rheinischen Post“ und der „Deutschen Verkehrszeitung“ (Dienstagsausgaben).

Der verstärkte Einsatz von Videotechnik an Kriminalitätsbrennpunkten zeige bereits Wirkung. Pofalla: „Die Technik wird immer besser und kostet immer weniger. Ich werde in Kürze eine Taskforce Sicherheitstechnologie einrichten, die sich mit den neusten Software-Systemen beschäftigt.“ So sei es beispielsweise möglich, dass solche Systeme herrenlose Koffer automatisch erkennen.

Außerdem will die Bahn künftig die Bewegungen von Diebesbanden für vorbeugende Maßnahmen auswerten. „Wir wollen zu Januar ein System einführen, mit dem wir punktgenau an hunderten großen Bahnhöfen Entwicklungen sehen können – etwa wann organisierte Taschendiebstähle stattfinden. Die Gruppen können wir erfassen und reagieren. Wir bauen eine Art Kriminalitätsradar für die Bahn auf“, sagte Pofalla den Redaktionen.

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