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Playmobil setzt trotz Rekordabsatz weniger um

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26.01.2012

Unternehmen Playmobil setzt trotz Rekordabsatz weniger um

130 Produktneuheiten sollen 2012 für neues Wachstum sorgen.

Zirndorf – Der Spielwarenhersteller Playmobil aus dem fränkischen Zirndorf hat 2011 so viel wie noch nie verkauft und dennoch erstmals nach elf Wachstumsjahren in Folge weniger umgesetzt. Als Hauptursache hierfür nannte Geschäftsführerin Andrea Schauer am Mittwochabend, dass die Neuheiten um durchschnittlich sieben Prozent günstiger als im Vorjahr angeboten worden seien. Der Umsatz mit den Spielewelten aus Plastik sank im Vergleich zum Vorjahr um 0,4 Prozent auf 505 Millionen Euro. Gleichzeitig wurden mit 55 Millionen Packungen weltweit so viele Produkte wie noch nie verkauft.

In der geobra-Brandstätter-Gruppe, zu der auch die Lechuza-Pflanzgefäße und der Playmobil-Freizeitpark gehören, stieg der Umsatz dagegen leicht um 0,9 Prozent auf 564 Millionen Euro. 69 Prozent davon wurden im Ausland erzielt.

Von einer schiefgelaufenen Strategie wollte Schauer angesichts des Umsatzrückgangs bei Playmobil zwar nicht sprechen. Sie räumte aber ein, von der Entwicklung “überrascht” gewesen zu sein. Das Unternehmen habe erwartet, wegen seiner Preisgestaltung deutlich mehr verkaufen zu können.

“Das wird uns so nicht mehr passieren”, betonte Schauer und kündigte für 2012 ein auch schon für 2011 erwartetes Umsatzplus im “mittleren einstelligen Bereich” an sowie weiteres Gewinnwachstum. “Wir sind breiter aufgestellt als letztes Jahr”, erklärte sie.

So sollen insgesamt 130 Produktneuheiten nach 97 im Vorjahr für neuen Schwung sorgen. Neben einer Wiederauflage des Klassikers “Wilder Westen” und ergänzten Dinosaurier- oder Agenten-Welten setzt Playmobil weiter auf Sammelfiguren, etwa von Hunderassen oder Ostereiern mit Schwanenfee, Ritter oder Jäger als Inhalt.

Darüber hinaus will Playmobil mit den bevorstehenden olympischen Sommerspielen und der Fußball-EM punkten und bringt Sammelfiguren zu Sportarten wie Fechten, Turnen oder Schwimmen und eine Fußball-Arena im Klappkoffer auf den Markt. Mädchen sollen ein großer Reiterhof und ein Ferienhotel mit Disco ansprechen, in der dank mp3-Anschluss auch die eigenen Lieblingssongs gespielt werden können.

“Wir sehen noch Wachstumspotenzial für unsere Marke”, sagte Schauer und bezifferte den aktuellen Marktanteil auf 7,3 Prozent, nach 7,9 Prozent im Vorjahr. Playmobil bleibe damit nach Lego unangefochten die weltweite Nummer zwei, erklärte sie.

Die Mitarbeiterzahl in der geobra-Brandstätter-Gruppe stieg im Jahresdurchschnitt um 270 auf weltweit 3.520. Davon waren 1.859 (Vorjahr 1.758) in Deutschland beschäftigt. Dort unterhält die Firma neben ihrer Zentrale in Zirndorf die größte ihrer europaweit vier Produktionsstätten in Dietenhofen.

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