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Matthias Platzeck

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09.08.2017

Platzeck SPD soll sich künftig an Merkels Politikstil orientieren

„Denn sie weiß, dass dieser antieuphorische Politikstil länger trägt.“

Berlin – Der frühere SPD-Vorsitzende Matthias Platzeck rät seiner Partei, sich in Zukunft weniger an neuen Hoffnungsträgern zu berauschen und sich stattdessen an der CDU zu orientieren: „Angela Merkel ist eine Meisterin im Vermeiden von Euphorie. Denn sie weiß, dass dieser antieuphorische Politikstil länger trägt“, sagte Platzeck der Wochenzeitung „Die Zeit“.

Die SPD sei einerseits „eine Partei der Hoffnung“, andererseits aber „auch skrupulöser“, weil sie sich „viel mehr Selbstzweifel“ zumute als die anderen, so Platzeck.

Platzecks Vorgänger Franz Müntefering sagte der Zeitung: „Es gibt bei Sozialdemokraten und Sozialisten die Haltung, dass die Partei alles sei. Dass man mit einem ellenlangen Programm und aus dem Parteipräsidium heraus die Politik gestalten kann. Das ist ein Irrglaube.“

Der ehemalige Parteichef und rheinland-pfälzische Ministerpräsident Kurt Beck sagte über die SPD: In der Parteizentrale werde heute nicht mehr intrigiert, „nachdem wir als Partei mehrmals in den Abgrund geblickt haben“.

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