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Piraten erfolgreich auf Stimmenfang

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04.04.2012

"DeutschlandTrend" Piraten erfolgreich auf Stimmenfang

Union und SPD geben in Umfrage Punkte ab – Für die FDP und Rösler sieht es schlecht aus.

Berlin – Die Piraten jagen den etablierten Parteien weiter Punkte ab. Während Union und SPD in der Sonntagsfrage des aktuellen ARD-Deutschlandtrends an Zustimmung verlieren, klettern die Piraten auf einen Rekordwert: Sie legen um drei Punkte auf zehn Prozent zu und überholen damit die Linkspartei, die bei sieben Prozent bleibt. Die Union steht demnach bei 35 Prozent, zwei Punkte weniger als im Vormonat. Die SPD verliert einen Punkt auf 27 Prozent. Die Grünen liegen unverändert bei 14 Prozent, die FDP verharrt bei 3 Prozent.

Allerdings halten selbst unter den Fans der Politik-Neulinge gut zwei Drittel der Befragten (72 Prozent) die Piraten für eine Modeerscheinung, die nur aus Enttäuschung über die anderen Parteien gewählt wird. Nur 22 Prozent geben an, die Piraten zu wählen, weil sie von ihrer Partei überzeugt sind.

Eine Mehrheit der Bundesbürger von 61 Prozent ist der Ansicht, die Piraten seien eine Zeiterscheinung, die nach einer Weile wieder verschwinden wird. 33 Prozent denken hingegen, dass die Piraten dauerhaft eine Rolle in den Parlamenten spielen werden.

Ganz anders als bei den Piraten sieht es der Umfrage zufolge für die FDP und ihren Chef Philipp Rösler aus. Nur eine Minderheit von 36 Prozent fände es gut, wenn die FDP im nächsten Jahr wieder in den Bundestag einziehen würde. 59 Prozent fänden dies nicht gut.

Nur 28 Prozent glauben, dass die FDP die Trendwende schafft und wieder Anhänger hinzugewinnt. 68 Prozent glauben hingegen, dass die FDP das nicht schafft und aus dem Bundestag ausscheiden wird. Nur 18 Prozent glauben, dass es der FDP eher nützt, dass die zuständigen FDP-Landesminister staatliche Bürgschaften für eine Transfergesellschaft für die Schlecker-Mitarbeiter abgelehnt und damit verhindert haben. 73 Prozent denken hingegen, dass dies der FDP eher schadet.

In der Liste der beliebtesten Politiker ist Rösler Schlusslicht. Mit seiner Arbeit sind nur noch 17 Prozent der Deutschen zufrieden. Dies ist der schlechteste Wert, der je für ihn im ARD-Deutschlandtrend gemessen wurde.

Platz eins belegt Kanzlerin und CDU-Chefin Angela Merkel mit einer Zustimmung von 63 Prozent. Auf Platz zwei folgt Finanzminister Wolfgang Schäuble (57 Prozent) vor SPD-Fraktionschef Frank-Walter Steinmeier (56 Prozent). Beliebter als alle Parteipolitiker ist der Umfrage zufolge Bundespräsident Joachim Gauck. Mit seiner Arbeit sind 64 Prozent der Deutschen zufrieden.

Für die Sonntagsfrage befragte Infratest dimap von Montag bis Dienstag dieser Woche 1.505 Wahlberechtigte bundesweit telefonisch.

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