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Pechstein vor Mehrkampf-WM verunsichert

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17.02.2012

Eisschnellauf Pechstein vor Mehrkampf-WM verunsichert

Eisschnellauf-Olympiasiegerin nach Verletzung geschwächt – “Lasse mich nicht unter Druck setzen”.

Moskau/Leipzig – Seit Claudia Pechstein zurück ist auf der Eisschnelllauf-Bühne, ist der Erfolg zu ihr zurück gekehrt da. Bei fast allen Weltcups in dieser Saison stand die fünfmalige Olympiasiegerin auf dem Podium, bei der Mehrkampf-EM in Ungarn gewann sie die Silbermedaille. Bei der Mehrkampf-Weltmeisterschaft am Wochenende in Moskau ruhen alle Hoffnungen auf ihr. Allerdings stehen die Chancen auf weiteres Edelmetall alles andere als gut. Nach einem Infekt und einer noch nicht ganz ausgeheilten Wirbelblockade vom vergangenen Wochenende wäre ein Erfolg drei Tage vor ihrem 40. Geburtstag eine große Überraschung.

“Ich lasse mich nicht unter Druck setzen. Ich will mich in der im Moment bestmöglichen Verfassung präsentieren. Aber ich weiß beim besten Willen nicht, wie ich drauf bin”, berichtet Pechstein vor dem Vierkampf in Moskau (500 Meter, 1.500 Meter, 3.000 Meter, 5.000 Meter). Das Training am Donnerstag gab wenig Aufschluss über die Form der einzigen deutschen Medaillenhoffnung. “Beim Training vor dem Wettkampf läuft Claudia nicht im Grenzbereich, deshalb wird sich erst am Samstag zeigen, wie es ihr geht”, sagt Teamleiter Helge Jasch.

Jasch mag über Ziele bei dieser Mehrkampf-WM am liebsten gar nicht sprechen, nachdem sein Zugpferd Mitte der Woche sogar eine Absage der Titelkämpfe in Erwägung gezogen hatte. Eine Blockade im Bereich des Brustwirbels hatte auf den Nacken ausgestrahlt. Doch Pechstein kündigte an, sie wolle auf “die Zähne beißen”.

Elf Medaillen hat Pechstein in ihrer Karriere beim WM-Vierkampf gewonnen, Gold war es im Jahr 2000. Zuletzt stand sie 2006 als Zweite auf dem Podest. “Die optimale Vorbereitung fehlt ihr diesmal. Auch wenn die Blockade gelöst ist, die Muskulatur braucht länger um sich zu erholen”, sagt Jasch. Der Betreuerstab der Deutschen Eisschnelllauf-Gemeinschaft (DESG) hat daher ein besonderes Auge auf die Berlinerin, Teamarzt und Physiotherapeut sind immer in ihrer Nähe.

Im Schatten von Pechstein laufen der Erfurter Patrick Beckert und die Berlinerin Isabell Ost in Moskau mit. Für beide gibt Teamleiter Jasch einen Platz unter den besten 15 als Ziel aus. “Wenn sie das Finale der besten Zwölf am Sonntag erreichen, wäre das klasse, aber das wird schwierig”, sagt er. Gold verteidigen will hingegen Vorjahressiegerin Ireen Wüst (Niederlande) gegen die beiden aktuell bärenstarken Hauptkonkurrentinnen Martina Sablikova (Tschechien) und Christine Nesbitt (Kanada). Bei den Männern muss sich Titelverteidiger Iwan Skobrew (Russland) unter anderem gegen den viermaligen Champion Sven Kramer (Niederlande) zur Wehr setzen.

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