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Passagiere sollen nach Rom ausgeflogen werden

© AP, dapd

29.02.2012

"Costa Allegra" Passagiere sollen nach Rom ausgeflogen werden

Hubschrauber wirft Taschenlampen und frisches Brot ab.

Nairobi – Die Passagiere des manövrierunfähigen Kreuzfahrtschiffs „Costa Allegra“ sollen wenige Stunden nach ihrer Ankunft auf einer Seychellen-Insel am Donnerstagmorgen nach Rom ausgeflogen werden. Am Mittwoch zog ein von zwei Schleppern eskortiertes französisches Fischereischiff den Luxusliner in Richtung der Hauptinsel der Seychellen, Mahé. Passagiere und Besatzungsmitglieder wurden per Helikopter notversorgt.

Das Schwesternschiff der vor Italien auf Grund gelaufenen „Costa Concordia“ war vor drei Tagen im Indischen Ozean in Seenot geraten. Nach einem Brand im Maschinenraum trieb der Luxusliner in Piratengewässern vor den Seychellen.

Die „Costa Allegra“ dürfte am Donnerstagmorgen um 09.00 Uhr Ortszeit (06.00 Uhr MEZ) im Hafen von Victoria eintreffen, etwas später als zuvor erwartet. Von dort aus sollten die Passagiere zügig zurück nach Rom geflogen werden. Der Vorsitzende der seychellischen Luftverkehrsbehörde, Gilbert Faure, erklärte am Mittwoch, drei Flugzeuge mit einer Sitzkapazität von mindestens 580 Passagieren warteten bereits. Der Abflug des ersten Flugzeugs sei vorläufig auf den Nachmittag angesetzt worden.

Faure gab allerdings zu Bedenken, dass die Passagiere nach drei Tagen ohne Strom und heißes Wasser auf See vielleicht zunächst eine Dusche nehmen wollten. „Ich kann versichern, dass wir unser Bestes tun, damit sie (die Passagiere) einige nette Stunden auf den Seychellen verbringen“, fügte er hinzu.

Von einem Hubschrauber aus sollten am Mittwoch nach Angaben der italienischen Reederei Costa Crociere 400 Taschenlampen und frisches Brot über der „Costa Allegra“ abgeworfen werden. Die Stromversorgung ist ausgefallen und Kochen und Backen somit nicht möglich. Den Passagieren stünden aber Erfrischungsgetränke und kalte Gerichte wie Obst, Aufschnitt und Käse zur Verfügung sowie Mineralwasser für die körperliche Hygiene, teilte die Reederei mit.

Der leichte Fahrtwind verschaffe den Passagieren und Besatzungsmitgliedern in der tropischen Hitze trotz des Ausfalls aller Kühlungssysteme eine angenehme Brise, hieß es in einer Mitteilung. Mithilfe eines kleinen Generators, den ein Marineschiff geliefert habe, könne die Situation an Bord komfortabler gemacht werden.

Zunächst hatte das französische Fischereischiff die „Costa Allegra“ in Richtung einer nahegelegenen kleinen Insel geschleppt. Die Behörden befürchteten jedoch offenbar, dass dort nicht alle 636 Passagiere und 413 Besatzungsmitglieder versorgt werden könnten. Die „Allegra“ hatte am Samstag Madagaskar verlassen und nahm Kurs auf den Hafen von Victoria, wo sie am Dienstag hätte eintreffen sollen, als das Feuer am Montag ausbrach.

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