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06.09.2019

Partnersuchfunktion Datenschützer kritisieren Facebooks Dating-Feature

„Finger weg vom Facebook-Dating.“

Hamburg – Die neue Partnersuchfunktion von Facebook bietet aus Sicht von Datenschützern zu wenig Datensicherheit für die Nutzer des sozialen Netzwerks.

„Dass alle verschiedenen Dienste in der Hand eines Anbieters sind, mag auf den ersten Blick für die Nutzer verlockend sein“, sagte der Hamburger Datenschutzbeauftragte Johannes Caspar der „Welt“ (Samstagsausgabe). Aus Datenschutzsicht sei dies „jedoch sehr problematisch“. Er sehe die Gefahr, dass vertrauliche Angaben von Nutzern unbeabsichtigt in die Öffentlichkeit gelangen könnten, so der Hamburger Datenschutzbeauftragte weiter.

Auch Julian Jaursch von der Stiftung „Neues Vertrauen“ äußerte Zweifel an der Sicherheit von Facebook-Dating. „Immerhin hat Facebook schon mehrfach von starker Privatsphäre gesprochen, nur um dann das nächste große Datenleck zugeben zu müssen“, sagte er.

Er befürchte, dass Dating-Daten irgendwann genutzt werden könnten, um das Profil der Nutzer noch mit weiteren intimen Details auszuschmücken, so Jaursch weiter. Caspar ergänzte: „Da bleibt dann künftig wenig übrig, was Facebook-Profile über Personen nicht enthalten.“

Die Datenschutzbeauftragte in Schleswig-Holstein, Marit Hansen, rät den Nutzern: „Finger weg vom Facebook-Dating“. Stattdessen sollten Singles auf Partnersuche „lieber seriöse Dating-Angebote nutzen“, sagte Hansen der „Welt“.

Bereits in 19 Ländern können Facebook-Nutzer das soziale Netzwerk zur Partnersuche verwenden. Seit Donnerstag ist das entsprechende Feature für die Facebook-App auch in den USA verfügbar. Im kommenden Jahr soll der europäische Markt folgen.

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