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Reichstagsgebäude

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28.12.2012

Gefallene Soldaten Parlament plant neue Gedenkstätte am Bundestag

„Als Deutscher Bundestag müssen wir Flagge zeigen.“

Berlin – Der Bundestag plant einem Medienbericht zufolge eine neue Gedenkstätte für gefallene Bundeswehr-Soldaten in der Nähe des Parlamentssitzes in Berlin. Nach Informationen der „Bild-Zeitung“ (Samstagausgabe) habe der Verteidigungsausschuss eine überfraktionelle Arbeitsgruppe beauftragt, bis zum Sommer des kommenden Jahres entsprechende Vorschläge zu erarbeiten. Anlass dafür ist die sukzessive Auflösung der deutschen Feldlager in Afghanistan. Für die dort errichteten Ehrenhaine muss in Abstimmung mit den Angehörigen der gefallenen Bundeswehrsoldaten ein geeigneter Ort gesucht werden.

Die verteidigungspolitische Sprecherin der FDP, Elke Hoff, plädierte dafür, auch unabhängig von dem Ehrenhain eine Gedenkstätte unmittelbar am Parlament einzurichten. „Als Deutscher Bundestag müssen wir Flagge zeigen“, sagte Hoff der „Bild-Zeitung“. „Die Bundeswehr ist eine Parlamentsarmee. Wir entscheiden nicht nur über ihren Einsatz, sondern stellen uns den Konsequenzen.“

Ähnlich äußerte sich auch Grünen-Verteidigungsexperte Omid Nouripour. „Die Gedenkstätte gehört in die Nähe des Parlaments“, sagte er dem Blatt. „Wir müssen einen Ort gestalten, an dem wir den Opfern der Bundeswehr-Einsätze angemessen gedenken, uns aber auch mit dem Sinn dieser Einsätze kritisch auseinander setzen können.“

Seit September 2009 gibt es bereits eine zentrale Gedenkstätte der Bundeswehr auf dem Gelände des Verteidigungsministeriums in Berlin. Die Entscheidung des damaligen Verteidigungsministers Jung, das Ehrenmal im so genannten Bendler-Block zu errichten, war allerdings bereits damals auf heftige Kritik gestoßen.

„Eine Gedenkstätte, die weder öffentlich noch bekannt ist, kann ihren Zweck nicht erfüllen“, sagte Grünen-Verteidigungsexperte Nouripour der „Bild“. Der Bundeswehrverband plädierte dagegen dafür, die Gedenkstätte am Verteidigungsministerium noch zusätzlich aufzuwerten und dort auch die Ehrenhaine aus Afghanistan aufzustellen. Das sei der „richtige Ort“, um der gefallenen Soldaten zu gedenken, sagte Verbandschef Ulrich Kirsch der „Bild“.

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