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17.03.2010

Papst will sich offenbar zu Ausweitung von Missbrauchsfällen äußern

Vatikanstadt – Papst Benedikt XVI. will sich offenbar noch in dieser Woche zu den sexuellen Übergriffen katholischer Priester auf Minderjährige äußern. „Es ist angekündigt, dass er sich in dieser Woche zu Irland äußern möchte, und es ist sicher nicht auszuschließen, dass er auch die Situation in Deutschland anspricht. Es ist ja sein Heimatland. Mit einer Stellungnahme ist sicher in dieser Woche zu rechnen“, erklärte Prälat Karl Jüsten. Bei ihrer zwei Tage dauernden Frühjahrsvollversammlung im oberfränkischen Vierzehnheiligen beginnt heute die zwei Tage dauernde Frühjahrsvollversammlung der katholischen Bischöfe Bayerns. Auch dort wird der aktuelle Skandal Thema sein, die Öffentlichkeit erwartet eine gemeinsame Entschuldigung.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) verurteilte die Vorfälle in ihrer heutigen Bundestagsrede als „verabscheuungswürdiges Verbrechen“ und betonte die Bedeutung von „Wahrheit und Klarheit“ für die Missbrauchsopfer. Unterdessen haben die Missbrauchsfälle nun auch Lateinamerika erreicht. Nach Anschuldigungen gegen deutsche, österreichische, niederländische, nordirische und Schweizer Geistliche wird jetzt auch gegen drei katholische Priester in Brasilien wegen sexuellen Missbrauchs von Minderjährigen ermittelt. Wie der Vatikansprecher Frederico Lombardi mitteilte, seien die drei Geistlichen bereits von ihrem Dienst suspendiert worden. Den Männern wird vorgeworfen, sich an männlichen Messdienern vergangen zu haben. Der genaue Umfang der Vorwürfe wurde aber nicht bekanntgegeben. Zuvor war ein spanischer Priester wegen des Besitzes von Kinderpornografie in Chile verhaftet worden.

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