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14.03.2010

Papst schweigt weiter zu Missbrauchsfällen

Rom – Papst Benedikt XVI. hat sich heute beim Angelus-Gebet nicht wie erwartet zu den Missbrauchsfällen in Deutschland geäußert. In den letzten Tagen waren immer neue Vorwürfe gegen die katholische Kirche laut geworden. Die Anschuldigungen von sexuellem Missbrauch, Misshandlung und Demütigung minderjähriger Schutzbefohlener richten sich gegen große Teile des deutschen Klerus, die sich über Jahrzehnte hinweg an Schutzbefohlenen vergangen haben sollen. Auch Benedikt XVI. und sein Bruder wurden kritisiert. Als Münchener Erzbischof soll der als Joseph Ratzinger geborene Papst zugelassen haben, dass ein nachweislich pädophiler Priester Kontakt zu Kindern hatte und sich an ihnen vergehen konnte. Sein Bruder hatte bereits zugegeben, Kinder während der Chorproben im Regensburger Dom geohrfeigt zu haben. Viele deutsche Katholiken hatten sich vom wöchentlichen Angelus-Gebet des Papstes eine Erklärung oder eine Entschuldigung erhofft, da der Papst diese Gelegenheit in der Vergangenheit oft nutzte, um einen Kommentar zu aktuellen Geschehnissen abzugeben.

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