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18.01.2010

Papst-Attentäter nach 29 Jahren freigelassen

Istanbul – Der türkische Papst-Attentäter Mehmet Ali Agca ist heute nach 29 Jahren Haft entlassen worden. Der heute 52-Jährige hatte am 13. Mai 1982 Papst Johannes Paul II. mit drei Schüssen getroffen und lebensbedrohlich verletzt. Der Papst überlebte das Attentat dank einer Notoperation. Der Attentäter, der zur rechtsextremen Szene in der Türkei zählte, wurde kurz nach der Tat festgenommen und verbüßte bis zu seiner Begnadigung im Jahr 2000 eine lebenslange Haftstrafe in Italien. Danach saß er in der Türkei eine weitere Haftstrafe für den Mord an einem türkischen Journalisten aus dem Jahr 1979 ab. Johannes Paul II. hatte dem Attentäter bereits kurz nach der Tat verziehen und ihn zwei Jahre später sogar im Gefängnis besucht. Die Hintergründe des Attentats sind bis heute ungeklärt, viele Experten glauben jedoch nicht, dass Agca ein Einzeltäter war. Kurz nach seiner heutigen Freilassung wurde der 52-Jährige von den türkischen Behörden zur Musterung für den
Militärdienst gebracht. Eine Einberufung gilt jedoch als nicht wahrscheinlich. Agca hat angekündigt, nach seiner Freilassung mehrere Bücher zu veröffentlichen.

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