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Papandreou zufrieden mit Schuldenerlass

© UN Photo / Eskinder Debebe

27.10.2011

Griechenland Papandreou zufrieden mit Schuldenerlass

Brüssel – Griechenlands Ministerpräsident Giorgos Papandreou hat den angekündigten Schuldenschnitt für sein Land begrüßt. Nun beginne „eine neue Ära, ein neues Kapitel“, sagte Papandreou am Donnerstagmorgen in Brüssel. Das werde ein Neustart für das Land. „Aber die Arbeit muss weitergehen“, fügte er hinzu.

Die Chefin des Internationalen Währungsfonds (IWF), Christine Lagarde, äußerte sich zufrieden über die „substanziellen Fortschritte“ und werde die zügige Freigabe der nächsten Hilfszahlung empfehlen. Auch international wurden die Beschlüsse des Gipfels begrüßt. So würdigte das chinesische Außenministerium, die Ergebnisse seien geeignet, das Vertrauen der Märkte zu erhöhen, für ein nachhaltiges Wirtschaftswachstum zu sorgen und der europäischen Integration neuen Schwung zu verleihen. Für die russische Regierung geben die Beschlüsse Anlass zu „vorsichtigem Optimismus“.

Während die Gipfel-Ergebnisse von offizieller Seite Mehrheitlich begrüßt werden, herrschen in der griechischen Bevölkerung Ernüchterung, Angst und Pessimismus vor. „Der Schuldenschnitt ist ein provisorischer Rettungsring. Wenn es keine echten Reformen und keinen Aufschwung gibt, werden wir in einigen Jahren wieder über einen Schuldenschnitt reden“, sagt ein 35-jähriger Arbeitsloser aus Athen. „Ohne Aufschwung und mit dieser Rezession geht es nicht vorwärts, auch mit 60, 70 oder 80 Prozent Schuldenerlass nicht“, fügte er hinzu.

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