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06.12.2009

Otto Graf Lambsdorff überraschend gestorben

Bonn – Der FDP-Ehrenvorsitzende und ehemalige Bundeswirtschaftsminister Otto Graf Lambsdorff ist tot. Er starb bereits am Samstag überraschend im Alter von 82 Jahren in Bonn, teilte sein Büro mit. Er sei damit „von seinen vielfältigen Leiden erlöst worden“, heißt es in einem kurzen Statement. Lambsdorff war 1926 in Aachen geboren worden. Ab 1951 war er Mitglied der FDP. Von 1968 bis 1978 war er als Schatzmeister Mitglied im geschäftsführenden FDP-Landesvorstand von Nordrhein-Westfalen. Seit 1972 gehörte er dem FDP-Bundesvorstand an, seit 1982 auch dem Präsidium der FDP. Von 1988 bis 1993 war er FDP-Bundesvorsitzender und seit 1993 war Ehrenvorsitzender der FDP. Von 1995 bis 2006 war er Vorsitzender des Vorstandes der Friedrich-Naumann-Stiftung. Dem Bundestag gehörte Lambsdorff von 1972 bis 1998 an. Hier war er von 1972 bis 1977 und von 1984 bis 1997 wirtschaftspolitischer Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion. Von 1977 bis 1984 war er Bundesminister für Wirtschaft. Im Zuge der Flick-Affäre hob der Bundestag am 2. Dezember 1983 auf Ersuchen der ermittelnden Bonner Staatsanwaltschaft die Immunität von Lambsdorff auf, der dann, als die Anklage zugelassen wurde, am 27. Juni 1984 zurücktrat. Später erhielt er eine Geldstrafe.

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© dts Nachrichtenagentur / newsburger.de

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