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Optimismus unterscheidet sich nur in der Höhe

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22.04.2012

Konjunktur Optimismus unterscheidet sich nur in der Höhe

Bundesregierung will Wachstumsprognose laut Bericht beibehalten.

München – Die deutsche Konjunktur ist stabil und wird im laufenden Jahr wachsen. In dieser Einschätzung sind sich derzeit alle Beobachter einig. Wie hoch das Plus allerdings ausfallen wird, darüber gehen die Meinungen auseinander. So rechnet das arbeitgebernahe Institut der deutschen Wirtschaft (IW) in Köln einem Bericht von „Euro am Sonntag“ zufolge mit einem deutlich stärkeren Wachstum als bisher angenommen. Die Bundesregierung will dagegen laut „Focus“ an ihrer Prognose von 0,7 Prozent Wachstum festhalten.

„Die in der zweiten Jahreshälfte aufgekeimten Befürchtungen eines tiefergehenden Absturzes der Wirtschaft sind verschwunden“, sagte IW-Direktor Michael Hüther. „Die drei Prozent des Jahres 2011 werden wir sicher nicht erreichen“, prognostizierter er. „Wir liegen jedoch über der Konsensschätzung für 2012 von 0,7 Prozent.“ Seine detaillierte Prognose will das IW am Montag in Berlin vorlegen.

Zugleich warnte Hüther vor einem zunehmenden Auseinanderklaffen der Wirtschaftsstrukturen in Europa. „Die Unterschiede treten immer deutlicher zutage“, sagte er. Das könne vor allem für die exportorientierte deutsche Industrie zur Gefahr werden.

Der Bund wolle dagegen bei seiner Erwartung von plus 0,7 Prozent bleiben, berichtete der „Focus“ unter Berufung auf Regierungskreise. Trotz eines anhaltend hohen Ölpreises sei unter anderem die Lage auf dem Arbeitsmarkt ausgesprochen gut.

Aus dem Wirtschaftsministerium hieß es dagegen, die Bundesregierung erarbeite ihre Frühjahrsprojektion derzeit noch, ein abschließendes Ergebnis liege noch nicht vor. Ressortchef Philipp Rösler (FDP) will die Wachstumserwartung am Mittwoch vorstellen.

Bereits am Donnerstag hatten die führenden Wirtschaftsforschungsinstitute ihre Wachstumsprognose von 0,8 auf 0,9 Prozent erhöht. Sie dient der Bundesregierung als Grundlage. Der Internationale Währungsfonds (IWF) ist dagegen zurückhaltender und erwartet für Deutschand lediglich ein Plus von 0,6 Prozent bei der Wirtschaftsleistung.

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