Nachrichten und Schlagzeilen aus aller Welt - Politik - newsburger.de

Thomas Oppermann

© über dts Nachrichtenagentur

19.05.2017

Oppermann Steuersenkung für „Gering- und Normalverdiener“

Bei den Krankenkassenbeiträgen wollen die Sozialdemokraten „zurück zur Parität“.

Berlin – In der Debatte um das künftige Wahlprogramm der Sozialdemokraten hat SPD-Fraktionschef Thomas Oppermann erste Details aus dem steuerpolitischen Kapitel genannt: „Wir wollen die Gering- und Normalverdiener entlasten, also vor allem die, die täglich hart arbeiten und zwischen 2.000 und 4.000 Euro brutto verdienen“, sagte Oppermann dem Nachrichtenmagazin Focus. Dafür gebe es Spielraum bei der Steuer sowie den Abgaben.

Bei den Krankenkassenbeiträgen wollen die Sozialdemokraten „zurück zur Parität„, kündigte Oppermann an. „Das alleine bedeutet eine Entlastung um rund fünf Milliarden Euro.“

Eine Verringerung der Steuerlast will die SPD auch bei den Besserverdienenden durchsetzen. „Wir werden die Be- und Entlastungen neu justieren“, sagte Oppermann. „Das betrifft auch den Spitzensteuersatz, der meiner Meinung nach zu früh greift.“ Bereits ab einem Jahreseinkommen von 54.000 Euro muss der Spitzensatz von 42 Prozent gezahlt werden. Damit rutschen auch gut verdienende Facharbeiter in den höchsten Tarif.

Auf höhere Belastungen müssen sich dagegen Höchstverdiener mit einem Jahreseinkommen von rund 250.000 bei Ledigen und einer halben Million bei Verheirateten einstellen. Diese Gruppe zahlt heute auf den Spitzensteuersatz von 42 Prozent noch einen Zuschlag von drei Prozent, die so genannte „Reichensteuer“. Das seien in Deutschland „kaum 100.000 Menschen“, sagte Oppermann. „Ich würde das steuerpolitisch als Schonraum bezeichnen. Da geht noch was.“

Allerdings will die SPD im neuen Wahlprogramm trotz Forderungen der Parteilinken auf eine Vermögensteuer verzichten. „Wir wollen Unternehmen nicht in der Substanz besteuern und ihr Eigenkapital damit schmälern“, sagte Oppermann.

Dafür soll die Erbschaftsteuer erhöht werden. Deren Aufkommen betrage „weniger als ein Prozent des Gesamtsteueraufkommens“, so der SPD-Politiker. „Es ist nicht gerecht, wenn Multimillionäre oder Milliardäre bei der Erbschaftsteuer geschont werden“, sagte Oppermann. „Neues Wachstum entsteht nicht durch Erbschaften, sondern durch Innovation und Investition. Jede Generation muss zumindest einen Teil ihres Wohlstands selbst erarbeiten.“

Weitere interessante Artikel

Unterstützen durch teilen: Sie können unsere Arbeit ganz einfach unterstützen indem Sie diesen Artikel auf einer der folgenden Social Media Plattformen teilen. Jeder geteilte Artikel hilft uns. Dankeschön!
Google+

© dts Nachrichtenagentur / newsburger.de

URL zum Artikel: newsburger.de/oppermann-steuersenkung-fuer-gering-und-normalverdiener-97023.html

Weitere Nachrichten

Peter Altmaier CDU 2013

© RudolfSimon / CC BY-SA 3.0

Altmaier Mehr internationale Zusammenarbeit gegen Terrorismus

Kanzleramtsminister Peter Altmaier (CDU) hat nach dem Anschlag von Manchester mehr internationale Zusammenarbeit gegen Terrorismus gefordert. "Der ...

Flüchtlinge

© ververidis / 123RF Lizenzfreie Bilder

CDU Altmaier sieht Entspannung bei Flüchtlingszustrom nach Europa

Kanzleramtsminister Peter Altmaier (CDU), der Flüchtlingskoordinator der Bundesregierung, sieht beim Zustrom der Flüchtlinge nach Europa Entspannung. "Die ...

Von der Leyen 2014 CDU Bundesverteidigungsministerin

© Dirk Vorderstraße / CC BY 3.0

Fall Franco A. Altmaier stellt sich bei Aufarbeitung hinter von der Leyen

Kanzleramtsminister Peter Altmaier (CDU) hat sich bei der umstrittenen Aufarbeitung des Falls Franco A. hinter Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen ...

Weitere Schlagzeilen