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Thomas Oppermann

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10.08.2017

Oppermann Regierungsbeteiligung der SPD bei Nato-Ziel ausgeschlossen

„Wir halten das für den falschen Weg.“

Berlin – Die SPD wird sich nach den Worten von Fraktionschef Thomas Oppermann nicht an einer neuen Bundesregierung beteiligen, deren Ziel die Anhebung der Rüstungsausgaben auf zwei Prozent der Wirtschaftsleistung ist.

„Die Union will eine Aufrüstung nach dem Zwei-Prozent-Ziel, also eine Verdopplung der Rüstungsausgaben in wenigen Jahren“, sagte Oppermann der „Rheinischen Post“ (Donnerstagausgabe). „Wir halten das für den falschen Weg, und mit der SPD in der Regierung wird es das nicht geben.“

Die SPD werde klug in die Bundeswehr investieren, um gezielt die in Zukunft benötigten Fähigkeiten zu stärken. „Die Verteidigungsausgaben werden steigen, aber das darf nicht einer sachfremden Quotenlogik folgen, sondern einer umfassenden Sicherheitslogik“, betonte Oppermann.

Der SPD-Fraktionschef wird am Donnerstag ein verteidigungspolitisches Papier vorstellen, aus dem die Zeitung vorab zitierte. Demnach gehe daraus hervor, dass die SPD das Parlament stärker bei der Entwicklung der Bundeswehr einbinden will. „Das Parlament muss rechtzeitig und voll umfänglich in die Entwicklung der Bundeswehr eingebunden werden“, heißt es aus dem Schriftstück. „Dazu wollen wir die Beteiligungsrechte des Bundestages mit einem überarbeiteten Parlamentsbeteiligungsgesetz stärken.“

Außerdem wolle sich die SPD für die Schaffung einer europäischen Armee einsetzen. „Gemeinsam mit den EU-Mitgliedern, die unsere Ziele bereits heute teilen, wollen wir uns über die Gründung einer Europäischen Verteidigungsunion verständigen“, heißt es laut „Rheinischer Post“ in dem Entwurf.

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