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Opel richtet Blick auf den chinesischen Markt

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24.01.2012

Unternehmen Opel richtet Blick auf den chinesischen Markt

Bericht über Verhandlungen zum Export – Schwere Zeiten für Werk in Gleiwitz.

Rüsselsheim – Der Autohersteller Opel steht einem Pressebericht zufolge vor Fortschritten auf dem chinesischen Markt. Nach Informationen des “Handelsblatts” spricht die deutsche Tochter des US-Autokonzerns General Motors (GM) mit dem chinesischen Hersteller Shanghai Automotive Industry Corporation (SAIC) über eine Vertriebskooperation. Die Verhandlungen seien bereits konkret, stünden allerdings noch nicht vor einem Abschluss, berichtete das Blatt unter Berufung auf zwei mit der Situation vertraute Personen. Ein Firmensprecher lehnte einen Kommentar ab, nannte China aber “einen interessanten Markt”.

Laut Zeitung könnte die Partnerschaft noch an offenen Finanzfragen scheitern. SAIC ist einer der größten chinesischen Autobauer und ein Partner von GM in China.

Opel leidet darunter, dass GM den deutschen Traditionshersteller auf Europa beschränken will. Bisher exportiert Opel nur im kleinen Stil, etwa nach Chile oder Israel, oder auch wenige Autos nach China. Europas Automarkt leidet aber unter der Krise in vielen EU-Ländern. GM setzt im internationalen Wettbewerb auf die Marke Chevrolet, die Opel sogar Konkurrenz macht.

Dem Opel-Werk im polnischen Gliwice (Gleiwitz) steht nach Aussage von Generaldirektor Andrzej Korpak ein schwieriges Jahr bevor. In der Zeitung “Rzeczpospolita” sagte Korpak, er rechne mit einem Produktionsrückgang von rund zehn Prozent im ersten Quartal 2012 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Das Werk baut unter anderem den Opel-Astra.

Opel war durch Missmanagement und Qualitätsprobleme tief in die Krise geraten. Im Zuge des von der US-Konzernmutter aufgelegten Sanierungsprogramms wurden seit 2010 europaweit 8.000 Stellen abgebaut. Das Werk im belgischen Antwerpen wurde geschlossen. In Deutschland war von der Sanierung auch das Werk Bochum betroffen, wo mehr als 1.000 Stellen gestrichen wurden. Demnächst stehen weitere Verhandlungen über Einsparungen bei den Arbeitnehmern an.

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