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BP soll 16 Milliarden Dollar zahlen

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24.02.2013

Ölpest im Golf von Mexiko BP soll 16 Milliarden Dollar zahlen

Am Montag beginnt in New Orleans Zivilprozess gegen BP.

New York – Beinahe drei Jahre ist die Ölkatastrophe im Golf von Mexiko schon her – von Montag an muss sich der britische Ölkonzern BP nun in einem Zivilprozess vor einem Gericht in New Orleans verantworten. Die amerikanische Regierung und fünf betroffene Bundesstaaten wollen ein Angebot über eine Einigung vorlegen. Demnach soll BP 16 Milliarden Dollar (12 Milliarden Euro) zahlen. Elf Menschen kamen bei der Katastrophe ums Leben. Strände wurden über Hunderte Kilometer verschmutzt, die Fischerei am Golf ging in die Knie.

Staaten sind sich nicht einig

Mit der Zahlung der 16 Milliarden Dollar wären die Strafen abgedeckt, die der Clean Water Act vorsieht, in dem die Verschmutzung von amerikanischen Gewässern und andere Umweltzerstörungen reguliert werden. „Nun liegt es an der BP“, sagte ein namentlich nicht genannter Anwalt der „New York Times“. „BP äußert sich nicht zu möglichen Verhandlungen oder Angeboten“, sagte der Konzernsprecher Geoff Morrell. „Wir sind auf den Prozess vorbereitet und darauf, unseren Standpunkt darzulegen.“ BP hatte seinerseits ein Angebot über die Zahlung von fünf Milliarden Dollar abgegeben. Im November war eine Einigung gescheitert. Seinerzeit hatte BP 4,5 Milliarden Dollar geboten.

Die fünf betroffenen Staaten sind Mississippi, Florida, Louisiana, Texas und Alabama. Bislang konnten sie sich noch nicht endgültig darüber einigen, wie hoch die Strafzahlungen wegen der Schäden für Wirtschaft und Umwelt sein sollen.

Bei Sieg drohen weitere Klagen

Sollte BP schuldig gesprochen werden, könnte auf den Konzern alleine wegen des Auslaufens von 15 Millionen Litern Öl eine Strafe in Höhe von 17,5 Milliarden Dollar zukommen. Zusätzlich müssten noch Milliarden für die wirtschaftlichen Schäden bezahlt werden. Louisiana beansprucht den Hauptteil des Geldes, da seine Küsten am stärksten betroffen waren. Die anderen Staaten weisen auch auf Einbrüche im Tourismus hin. Selbst im Falle eines Sieges vor Gericht könnte BP anschließend in allen betroffenen Staaten ebenfalls verklagt werden.

Der Prozess wird das Image von BP weiterhin beschädigen. Trotzdem könnte das Unternehmen einen Sieg davon tragen, wenn ihm keine grobe Fahrlässigkeit nachgewiesen werden kann. Für beide Parteien steht vor Gericht viel auf dem Spiel.

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