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Ölbohrungen vor Kanaren genehmigt

© AP, dapd

16.03.2012

Spanien Ölbohrungen vor Kanaren genehmigt

Studien zum Einfluss des Vorhabens auf die Umwelt sind in Auftrag.

Madrid – Die spanische Regierung begegnet dem stark gestiegenen Ölpreis mit der Genehmigung von Ölbohrungen vor den Kanaren. In dem Areal 60 Kilometer vor der Insel Lanzarote, die jährlich von mehr als neun Millionen Touristen besucht wird, werde die spanische Firma Repsol nach Öl bohren, erklärte Vizeministerpräsidentin Soraya Sáenz de Santamaría am Freitag.

Studien zum Einfluss des Vorhabens auf die Umwelt seien in Auftrag, Bohrungen frühestens in zwei Jahren geplant. Spanien, das 99 Prozent seines Ölbedarfes durch Importe deckt, erhofft sich nach spanischen Medienberichten eine tägliche Fördermenge bis zu 100.000 Barrel (das Fass zu 159 Liter).

Pläne dafür gibt es seit 2001, gebilligt von der damaligen konservativen Regierung. Das Vorhaben scheiterte aber am Widerstand der kanarischen Regionalregierung. Das Oberste Gericht widerrief die Genehmigung 2004 aus Verfahrensgründen. Die später regierende sozialistische Regierung legte die Pläne ad acta, nun wurden sie von den aktuell regierenden Konservativen wieder aufgegriffen.

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