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26.03.2010

OECD fordert von Deutschland Stärkung der Binnenwirtschaft

Paris/Berlin – Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) hat die Wirtschaftspolitik der Bundesrepublik gerügt. Damit sich Deutschland wieder an die Weltspitze bei der Produktentwicklung zurückkämpfen könne, müsse man stärker in die Binnenwirtschaft investieren, forderte die Organisation. Vor allem der Dienstleistungs- und der Bildungssektor sollen dabei durch steuerliche Förderung von Forschung und Entwicklung gestärkt werden.

Gleichzeitig forderte die OECD „in Bälde einen präzisen Plan“ zum Defizitabbau nach der Einführung der Schuldenbremse. Sinnvoll wäre dabei eine „Kombination aus Ausgabekürzungen und einnahmeerhöhenden Maßnahmen“. Steuererhöhungen sollten dabei aber erst an zweiter Stelle stehen, erklärte der Verband weiter.

Insgesamt befinde sich die deutsche Wirtschaft aber auf dem Weg der Erholung. Das Bruttoinlandsprodukt werde im laufenden Jahr voraussichtlich preisbereinigt um 1,3 Prozent ansteigen. Die Bundesregierung hatte im Jahreswirtschaftsbericht ein Wachstum von 1,4 Prozent prognostiziert. Bereits im Jahr 2011 sei der OECD zufolge wieder ein Wirtschaftswachstum von 1,9 Prozent möglich. Dennoch rechneten die Forscher bis zum kommenden Jahr mit einem Anstieg der Arbeitslosenquote auf 8,8 Prozent. Im Jahr 2009 lag dieser Wert noch bei 7,4 Prozent.

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© dts Nachrichtenagentur / newsburger.de

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