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16.02.2010

Obama sucht offiziellen Twitter-Vertreter

Washington – Der für seine Internetaffinität bekannte US-Präsident Barack Obama sorgt derzeit mit einem aktuellen Jobangebot auf seiner Webseite für Aufsehen. Unter dem Titel „Social Networks Manager“ sucht das umtriebige politische Oberhaupt der USA einen engagierten Mitarbeiter, der als offizieller Vertreter des Präsidenten dessen unzählige Mitgliedskonten auf Web-2.0-Plattformen wie etwa Facebook, Twitter oder MySpace verwaltet und dort den Kontakt mit Millionen von US-Bürgern sucht bzw. aufrechterhält.

„Wir suchen nach jemandem, der sofort mit der Arbeit beginnen kann“, zitiert das Wall Street Journal die derzeitige Social-Networks-Managerin der Obama-Administration Mia Cambronero. Der neue Mitarbeiter werde sehr eng mit den restlichen Kollegen des New Media Departments der US-Regierung zusammenarbeiten, um die politische Agenda des Präsidenten auf einer möglichst breiten Basis in der Bevölkerung zu verbreiten. „Sobald ein geeigneter Kandidat gefunden ist, werde ich von meinem berühmt-berüchtigten Posten als Obamas Twitterer zurücktreten“, verrät Cambronero.

Genaues Qualifikationsprofil

Um die begehrte Arbeitsstelle ergattern zu können, müssen Bewerber allerdings einige ganz spezielle Anforderungen erfüllen. Neben exzellenten Schreib- und Textaufbereitungsfertigkeiten und einem ausgeprägten Organisationstalent legt das Democratic National Committee, das für die aktuelle Jobausschreibung verantwortlich ist, dabei vor allem Wert auf einen knackigen und sympathischen Schreibstil, der die Persönlichkeit Obamas widerspiegeln und die Menschen gezielt zum Handeln bewegen soll.

Wer über eine ernsthafte Bewerbung nachdenkt, sollte zudem eine grundsätzlich sehr starke persönliche Leidenschaft für alle Bereiche des Social Networking im Internet sowie die Bereitschaft zu flexiblen Arbeitszeiten mitbringen. „Das ist kein normaler Durchschnittsjob“, stellt das Democratic National Committee in Bezug auf die geforderten Qualifikationen in der Stellenausschreibung klar. Bei dieser Stelle handle es sich um harte Arbeit, die zumeist unter strikten Zeitvorgaben zu erledigen sei.

Das Web als politisches Werkzeug

Dass Obama dem Internet schon prinzipiell eine sehr große Bedeutung einräumt, was die Kontaktpflege zur eigenen Bevölkerung bzw. deren Mobilisierung betritt, hat er bereits während seines Wahlkampfs eindrucksvoll bewiesen. Durch sein reges Engagement auf Web-2.0-Plattformen, das im Vergleich zu anderen Politikern bisher ungeahnte Ausmaße angenommen hatte, konnte er dabei vor allem bei den jüngeren Wählern punkten.

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