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Obama besucht in Korea entmilitarisierte Zone

© AP, dapd

25.03.2012

Südkorea Obama besucht in Korea entmilitarisierte Zone

Lob für US-Soldaten – Erste politische Gespräche in Seoul.

Beobachterposten Ouellett/Südkorea – Zum Auftakt einer Reise nach Südkorea hat US-Präsident Barack Obama am Sonntag US-Truppen in der entmilitarisierten Zone besucht. Nach der Begrüßung der Soldaten in Camp Bonifas und einer kurzen Ansprache besichtigte Obama das Gelände an der schwer bewachten Demarkationslinie.

„Der Kontrast zwischen Südkorea und Nordkorea könnte nicht deutlicher sein“, sagte der US-Präsident mit Blick auf die unterschiedlichen politischen Systeme und die wirtschaftliche Situation beider Staaten.

Den in unmittelbarer Nähe der Zone stationierten US-Soldaten bescheinigte Obama, sie beschützten die „Grenze der Freiheit“. In Südkorea sind mehr als 28.000 US-Soldaten stationiert. Im Niemandsland verbrachte der US-Präsident etwa zehn Minuten im Beobachterposten Ouellette, wo südkoreanische Soldaten 100 Meter von der Demarkationslinie entfernt Dienst tun. Obama ist nach Ronald Reagan, Bill Clinton und George W. Bush der vierte US-Präsident, der die Demarkationslinie auf der koreanischen Halbinsel besuchte.

Anschließend reiste Obama weiter nach Seoul, wo am (morgigen) Montag ein internationaler Gipfel zur Atomsicherheit beginnt. Geplant waren außerdem Einzelgespräche mit mehreren Staats- und Regierungschefs. Zu den Themen dürfte unter anderem der von Nordkorea angekündigte Start einer Langstreckenrakete Mitte April zählen. Nach Angaben aus Pjöngjang ist der Start Teil eines Raumfahrtprogramms zu friedlichen Zwecken.

Die USA haben gewarnt, der Start gefährde ein kürzlich geschlossenes Abkommen über Lebensmittelhilfen für Nordkorea. Sie sehen in dem Vorhaben einen verdeckten Test von Systemen für atomare Langstreckenraketen, die unter anderem Alaska erreichen könnten. Die Rakete wurde unterdessen nach Angaben aus Seoul vom Sonntag zu einer Abschussrampe gebracht.

Bei einem ersten Treffen Obamas mit dem türkischen Ministerpräsidenten Recep Tayyip Erdogan ging es am Sonntag in Seoul vor allem um die Gewalt in Syrien. Er sei sich mit Erdogan einig, dass in Syrien ein Wandel herbeigeführt werden müsse, sagte Obama. Erdogan erklärte: „Wir können bei diesen Entwicklungen kein Zuschauer bleiben“.

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